400 000 Kunden nehmen Festpreisangebot an
RWE stoppt den Abwärtstrend im Vertrieb

RWE hat den rasanten Verlust von Stromkunden gebremst. Im April sei die Zahl der Kündigungen verglichen mit Januar um 75 Prozent gesunken. Vor allem ein neues Angebot des Unternehmens kommt bei den Kunden gut an.

DÜSSELDORF. Das Angebot garantiert den Kunden für drei Jahre einen stabilen Strompreis. Bisher hätten sich schon 400 000 Kunden dafür entschieden, teilte die Vertriebstochter RWE Energy am Dienstag mit.

RWE spürte im vergangenen Jahr den aufkommenden Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt und verlor unter dem Strich über 250 000 Kunden. Konkurrenten konnten dem Marktführer über 350 000 Kunden abjagen, während RWEs Töchter nur 100 000 hinzu gewannen. Vor allem nachdem der Konzern im Herbst Preiserhöhungen ankündigte, wechselten viele Haushalte. Inzwischen versorgt RWE noch 7,1 Mill. Kunden.

Besonders bitter war für RWE, dass Konkurrent Eon mit dem schärferen Wettbewerb wesentlich besser zurecht kam. Der Erzrivale nutzte die Chancen, welche die Bundesnetzagentur durch ihre entschlossene Arbeit den Direktanbietern eröffnete, selbst und sicherte sich mit der neuen Tochter "E-wie-einfach" seit deren Gründung im Frühjahr 2007 rund ein Viertel aller wechselnden Kunden. Zwar verlor auch Eon mit seinen Regionalversorgern Marktanteile, konnte dies aber mit E-wie-einfach mehr als kompensieren und legte unter dem Strich sogar um 200 000 Kunden zu.

Der neue RWE-Chef Jürgen Großmann verordnete dem Konzern deshalb eine Vertriebsoffensive. Im Januar führte RWE das Festpreisangebot ein. Der Kunde kann sich dabei den aktuellen Strompreis für drei Jahre sichern, selbst aber nach einem Jahr wechseln. Zudem investiert der Konzern pro Jahr 50 Mill. Euro in den Service - unter anderem in Call-Center und 30 neue Standorte.

Nach einem eher schleppenden Start legt auch RWEs Internettochter Eprimo inzwischen zu. Derzeit hat sie 230 000 Kunden, 30 000 mehr als noch zu Jahresbeginn.

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