470 Beschäftigte
SMS will Werk im Sauerland dichtmachen

Der Maschinenbauer SMS hat angekündigt, das Werk des Spritzgießmaschinenbauers Battenfeld im sauerländischen Meinerzhagen zu schließen. 470 Beschäftigte sind davon betroffen.

HB MEINERZHAGEN. Die Entscheidung teilte die SMS Group am Montag in Düsseldorf mit. Heinrich Weiss, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Group, begründete die Schließung auf einer Mitarbeiterversammlung in Meinerzhagen damit, dass alle Versuche, das Werk konkurrenzfähig zu machen, keinen Erfolg gehabt hätten. Weiss peilt Ende Juni 2006 als Schließungstermin an. Die Verhandlungen über einen Sozialplan sollen zügig aufgenommen werden.

Mit den im Sauerland produzierten Maschinen wird Kunststoff in Form gebracht. Der Markt für die großen Spritzgieß-Maschinen sei schlecht, sagte Weiss. Dazu kämen die hohen Standort-Kosten. „Das übliche Deutschland-Problem“, sagte Weiss. Die Battenfeld-Maschinen würden künftig nur noch am zweiten Standort Kottingbrunn in Österreich gebaut. Bis Juni 2006 seien die bestehenden Aufträge abgearbeitet, sagte Weiss.

Unter dem Dach der Düsseldorfer SMS-Gruppe sind zig Unternehmen im Anlagen- und Maschinenbau versammelt. 2004 erwirtschafteten nach SMS-Angaben 9500 Mitarbeiter weltweit einen Umsatz von 2,2 Mrd. Euro. Der Überschuss lag allerdings bei gerade mal 17 Mill. Euro - für SMS schon ein gutes Zeichen, denn drei problematische Jahre lagen hinter dem Unternehmen. Weiter defizitär ist allerdings die Kunststoff-Sparte, zu der auch das Meinerzhagener Unternehmen gehört.

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