50 bis 60 Personen werden verdächtigt
Schmiergeldaffäre ist größer als bisher gedacht

Die Volkswagen-Affäre hat nach Angaben von Vorstandschef Bernd Pischetsrieder weitaus größere Dimensionen als bisher bekannt. „Das Netz der Tarnfirmen ist größer und komplizierter als gedacht“, sagte der Manager dem Magazin „Stern“.

HB FRANKFURT/HAMBURG. Insgesamt seien „50 oder 60 Personen in dem Zusammenhang“ mit der Schmiergeldaffäre aufgetaucht, sagte Pischetsrieder. „Unklar ist nur, wer sich etwas zu Schulden kommen lassen hat“, sagte er. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei ehemalige VW-Mitarbeiter, darunter den früheren Betriebsratschef Klaus Volkert. Die Affäre beschränke sich weiter auf die „drei Vorgänge“ in Indien, Angola und Prag, sagte der VW-Chef. „Aber anscheinend ist der Kreis der nicht zum Unternehmen gehörenden Beteiligten größer als erwartet“.

Dem früheren Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer, einem der Beschuldigten, warf der VW-Chef vor, er habe versucht, Menschen abhängig zu machen. „Es gibt eine Reihe von Mitarbeitern, die mir sagten, von ihm Geld angeboten bekommen zu haben, es aber nicht angenommen hätten“, sagte Pischetsrieder.

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