50 Flugzeuge bestellt
Air France-KLM rüstet auf

Je 25 Langstrecken-Flugzeuge von Boeing und Airbus hat die ins Trudeln geratene Fluggesellschaft Air France-KLM bestellt. Derzeit hat die französische Gesellschaft 169 Maschinen in ihrer Langstreckenflotte.
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ParisDie unter Druck stehende Fluggesellschaft Air France-KLM rüstet im Langstreckenbereich kräftig auf. Die Franzosen bestellten bei den Herstellern Airbus und Boeing je 25 Langstreckenflugzeuge des Typs A350 beziehungsweise 787 (Dreamliner). Mit den neuen Flugzeugen sollen ältere Maschinen ersetzt werden und das Langstrecken-Netz ausgebaut werden, wie die Fluggesellschaft am Freitag in Paris mitteilte. Die Flugzeuge haben einen Listenpreis von rund zwölf Milliarden US-Dollar (8,7 Mrd Euro). Bei Bestellungen in dieser Größenordnung ist jedoch ein starker Abschlag üblich.

Die Bestellung sei am Donnerstag vom Aufsichtsrats des Unternehmens genehmigt worden. Jetzt müssten die Details mit den Herstellern verhandelt werden. Es gebe zudem die Option auf weitere 60 Flugzeuge. Wie sich dieser Auftrag möglicherweise aufteilen wird, teilte das Unternehmen nicht mit. Die Auslieferung der ersten Maschine des Typs Dreamliner soll im Jahr 2016 erfolgen. Die Triebwerke für die Airbusse vom Typ A350-900 liefert den Angaben zufolge Rolls-Royce. Noch offen ist, mit welchen Turbinen die Boeing 787-9 Dreamliner ausgestattet werden.

Ende Juni hatte Air France-KLM 121 Flugzeuge der EADS-Tochter Airbus- und 48 Boeing-Maschinen in seiner Langstreckenflotte. Dutzende davon müssen ersetzt werden.

Air France-KLM steht wegen hoher Treibstoffkosten und einer schwachen Nachfrage nach Geschäftsreisen unter Druck. Die Franzosen hinken nach eigenen Angaben zudem den Konkurrenten British Airways und Lufthansa hinterher. Die Wechselkurse und die hohen Sozialversicherungskosten wirkten sich dabei nachteilig aus. Durch die geringeren Sozialbeiträge in Deutschland habe die Lufthansa einen Vorteil von rund einer halben Milliarde Euro im Jahr. Air France-KLM hatte deshalb vor kurzem angekündigt, den Sparkurs verschärfen zu müssen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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