500 weitere Mitarbeiter betroffen
Stellenabbau bei Deilmann-Haniel geht weiter

Der angeschlagene Bergbauspezialist Deilmann-Haniel aus Dortmund trennt sich von weiteren Mitarbeitern. Das kostet Millionen, ist nach Angaben des Managements aber unvermeidbar.

HB DORTMUND. Nachdem seit Juni bereits rund 300 Stellen sozialverträglich gestrichen wurden, verlieren nun weitere rund 500 der verbliebenen 1 220 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz. Geschäftsführung und die Gewerkschaft IG BCE einigten sich am späten Dienstagabend nach monatelangem Ringen auf einen entsprechenden Interessenausgleich. Anfang Juni hatte das Unternehmen angekündigt, sich von insgesamt 700 Mitarbeitern zu trennen.

Wie Unternehmen und Gewerkschaft am Mittwoch gemeinsam mitteilten, gehen demnach von den 1 220 Beschäftigten (Stichtag: 1. September) knapp 240 Beschäftigte nach einem Kurzarbeit-Übergangsjahr mit 50 Jahren in den Vorruhestand und erhalten das im Steinkohlenbergbau übliche so genannte Anpassungsgeld. Weiteren knapp 270 Mitarbeiern wird für ein Jahr die Beschäftigung in einer Transfergesellschaft angeboten. Alternativ können sich diese Beschäftigten auch betriebsbedingt kündigen lassen und erhalten dann eine Abfindung.

Geschäftsführer Wolfgang Peters sprach von einer „traurigen Mitteilung“. Doch könne das Unternehmen mit diesem Konzept weiterleben. Er hoffe nun auf Aufträge „zu vernünftigen Preisen“. Außerdem solle es weitere Gespräche mit der Gewerkschaft über Kostensenkungen etwa bei den Löhnen geben. Deilmann-Haniel hat darunter zu leiden, dass der deutsche Bergbau zurückgefahren wird. Die Gesamtkosten für den Stellenabbau bezifferte Peters mit rund 16 Mill. Euro, die vom Mutterkonzern Heitkamp-Deilmann-Haniel (HDH) übernommen würden.

Die Probleme speziell im deutschen Bergbaugeschäft hatten den gesamten Konzern in Gefahr gebracht. Der als Sanierer geholte HDH-Chef Jochen Rölfs hatte mit Lutz Helmig vor einigen Wochen einen Investor ins Boot geholt. Die von ihm kontrollierte Aton übernimmt für 71 Mill. Euro 51 Prozent der Anteile an der neu gegründeten Deilmann Haniel International Mining and Tunneling, in der das internationale Bergbaugeschäft gebündelt wird.

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