5500 Bergleute von Zechenschließung bedroht
Zwei von zehn Kohlegruben werden still gelegt

In Deutschland geht das Zechensterben weiter: Bis 2007 werden zwei der zehn verbliebenen Kohlegruben geschlossen. Das beschlossen die RAG und ihre Tochterfirma Deutsche Steinkohle (DSK) am Freitag.

HB ESSEN. Das Ende der Förderung in Lohberg/Osterfeld am Niederrhein und Warndt-Luisenthal im Saarland betrifft 5500 Arbeitsplätze. Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, sagte der DSK-Vorstandsvorsitzende Bernd Tönjes am Freitag in Herne.

Mit den Schließungen soll die Produktion von 26 Millionen Tonnen bis 2007 auf 22 Millionen Tonnen pro Jahr sinken. Dieser schon vor Jahren mit der EU vereinbarte Rückgang war Voraussetzung für die Kohlebeihilfen der Jahre 2000 und 2001 gewesen. Tönjes bezifferte die Kosten für die Stilllegung auf 150 Euro je Tonne; das wären 600 Millionen Euro.

Bis 2012 soll die Förderung weiter auf 16 Millionen Tonnen sinken. Das wird weitere Schließungen zur Folge haben. Die Zahl der DSK- Mitarbeiter soll bis Ende 2005 von 41 900 auf 36 000 sinken. In Lohberg fördern 3 100 Mitarbeiter 2,1 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr; Warndt-Luisenthal kommt bei 2 400 Mitarbeitern auf 1,8 Millionen Tonnen. Warndt-Luisenthal soll 2004 mit der Zeche Ensdorf zum Bergwerk Saar mit 5400 Beschäftigten zusammengelegt werden, bevor der Förderstandort Warndt-Luisental 2006 ausläuft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%