58 Millionen Euro Verlust für 2005 erwartet
Zukauf drückt Schwarz Pharma in die Miesen

Weil Schwarz Pharma die Rechte an einem Medikament gekauft hat, rechnet der Konzern für das Gesamtjahr nicht mehr mit schwarzen Zahlen.

HB FRANKFURT. Die vollständigen Rechte an dem Wirkstoff Rotigotin zur Behandlung von Patienten im frühen Stadium der Pakinsonschen-Krankheit seien von der US-Firma Aderis Pharmaceuticals erworben worden, teilte Schwarz Pharma am Freitag mit. Die Transaktion führe zu einem zusätzlichen Forschungs- und Entwicklungsaufwand von bis zu 58 Millionen Euro. Aus diesem Grund erwartet das Unternehmen nun 2005 einen Nettoverlust in gleicher Höhe. Ursprünglich hatte Schwarz Pharma ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

Schwarz Pharma hatte schon 1998 von Aderis die Nutzungsrechte an dem Wirkstoff erworben und musste dafür Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren an das US-Unternehmen zahlen.

Der vollständige Rechtekauf sei eine strategisch wichtige Weichenstellung, da Schwarz damit auch die künftigen Rotigotin-Lizenzzahlungen erworben habe, begründeten die Monheimer den Schritt. „Damit erhöht sich unsere Profitabilität, sobald wir das Medikament im Markt eingeführt haben“, erklärte Konzernchef Patrick Schwarz-Schütte.

Analysten äußerten sich angetan angesichts zu erwartender künftiger Einsparungen. Rotigotin sei das attraktivste Produkt von Schwarz Pharma, kommentierte Pharmaanalyst Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Pfalz. „Der Erwerb der vollständigen Rechte macht deshalb Sinn“. Groschke rechnet als Folge mit jährlichen Einsparungen von etwa 15 Millionen Euro ab dem Jahr 2007.

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