61 Millionen Euro Jahresüberschuss
Bei Heidelberger Druck geht es aufwärts

Heidelberger Druck, weltgrößter Hersteller von Druckmaschinen, ist im Geschäftsjahr 2004/2005 aus den roten Zahlen gekommen. Der Konzernumbau zeigte Wirkung.

HB STUTTGART. Nach vorläufigen Zahlen habe der Jahresüberschuss in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 61 Millionen Euro betragen, teilte der Weltmarktführer bei Druckmaschinen am Montag in Heidelberg mit. Im Jahr zuvor hatte der Konzern durch massive Firmenwert-Abschreibungen einen Verlust von 695 Millionen Euro verbucht. Geplant hatte das Unternehmen nach der Trennung von zwei Sparten einen Überschuss im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich.

Die Auftragseingänge seien um acht Prozent auf 3,51 Milliarden Euro gestiegen, hieß es. Auch das Ziel einer operativen Rendite von fünf Prozent nach Sondereffekten erreichte der Druckmaschinenbauer. „Im operativen Bereich verbesserte sich das Ergebnis unter Einbeziehung des operativen Verlustes von Nexpress von zehn Millionen Euro auf rund 160 Millionen Euro“, erklärte Finanzvorstand Herbert Meyer. Der Umsatz stieg nach vorläufigen Zahlen um drei Prozent auf 3,21 Milliarden Euro.

Heidelberg Druck hatte die bis dahin als Gemeinschaftsfirma mit Kodak geführte, lange verlustreiche Sparte Digitaldruck an den US-Partner verkauft, musste sie aber noch zeitanteilig in der Jahresrechnung berücksichtigen. Anfang August 2004 hatte das Unternehmen auch die Rollendruck-Sparte an den US-Hersteller Goss abgegeben und konzentriert sich seitdem auf die angestammte Sparte Offsetdruck, die Weiterverarbeitung und Finanzdienste. Die Zahl der Mitarbeiter war im Rahmen der Umstrukturierung deutlich von 22.780 auf 18.680 gesunken.

Nach wochenlangen Verhandlungen hat sich das Unternehmen mit der Arbeitnehmervertretung auf einen Standortsicherungsvertrag für die deutschen Werke geeinigt. Die Arbeitszeit werde verlängert, teilte der Konzern ohne Angabe von Einzelheiten mit. Die Vereinbarung solle bis zum 31. März 2008 gelten. Damit werde ohne einen Arbeitsplatzabbau ein Kosteneinsparvolumen von rund 100 Millionen Euro erreicht, das 2008 voll wirksam werden soll. Damit könnten negative Effekte aus Materialpreiserhöhungen und dem starken Euro abgefedert werden, teilte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen mit.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%