78. Genfer Autosalon
Deutscher Automarkt setzt im Februar Erholung fort

Die Belebung auf dem deutschen Automobilmarkt hat sich im Februar fortgesetzt. „Wir haben noch keine abschließenden Zahlen. Aber es sieht ganz danach aus, dass sich der leichte Aufwärtstrend am Automarkt verstetigt und wir im Februar eine weitere Stabilisierung erleben“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann dem Handelsblatt vor der Eröffnung des Genfer Autosalons.

HB DÜSSELDORF. Der VDA wird die exakten Ziffern erst am Dienstag auf einer Pressekonferenz offiziell in Genf vorlegen. Die anhaltende Aufwärtstendenz lässt die Branche optimistischer ins Jahr schauen. „Wenn sich diese Tendenz auch im März fortsetzen sollte, dann kann man etwas zuversichtlicher auf die automobile Inlandskonjunktur in diesem Jahr 2008 blicken“, betonte Wissmann.

In der Diskussion um einen massiven Stellenabbau in der deutschen Autobranche warnte der VDA vor Panikmache. Gerade der Technologiestandort Deutschland bilde für die Branche eine „gute Basis für den weiteren Erfolg im internationalen Wettbewerb“. Allerdings müssten auch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen richtig gesetzt werden, damit „auch in den kommenden Jahren die Beschäftigung auf dem heutigen hohen Niveau gehalten werden kann“, mahnte der VDA-Präsident.

Der bayerische Autobauer BMW hatte jüngst mit seiner Ankündigung, 8 100 Stellen, davon der Großteil in Deutschland, abzubauen für Wirbel gesorgt und eine Diskussion um den Autostandort Deutschland entfacht. Autoexperte Willi Diez sieht den Standort unter Druck, Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Automobilforschungszentrum CAR an der Fachhochschule Gelsenkirchen, erwartet sogar den Verlust von 150 000 Jobs in den nächsten zehn Jahren.

Im Streit mit der EU-Kommission um die geplanten neuen Co2-Grenzwerte legte Wissmann dagegen nach. Die in Brüssel geplanten Regelungen müssten nicht nur bei den Strafzahlungen nachgebessert werden, „sondern es fehlt auch ein umweltpolitisch wichtiger Teil“, monierte Wissmann. Der Entwurf konzentriere sich fast ausschließlich auf Reduktionen, die man bei Motoren und beim Antriebsstrang erzielen könne. „Er ‚vergisst’ weitgehend andere CO2-relevante Innovationen wie zum Beispiel moderne Schaltgetriebe, klimafreundliche Kältemittel oder besonders energiesparende Leuchten.“ Der VDA forderte, dass Brüssel nicht bürokratisch vorschreibe, welche Techniken anerkannt würden – und welche nicht, „sondern dass wir die Kreativität unserer FuE-Ingenieure nutzen, um einen möglichst hohen Beitrag zur CO2-Reduzierung zu erreichen.“

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