A.T. Kearney-Studie: Erhebliches Potenzial für Fracking in Europa gesehen

A.T. Kearney-Studie
Erhebliches Potenzial für Fracking in Europa gesehen

Die Fördermethode „Fracking“ zur Gewinnung unkonventionellen Erdgases ist umstritten. Doch eine Unternehmensberatung sieht erhebliches Potenzial für Europa. Gasverbraucher könnten die Gewinner sein.
  • 64

DüsseldorfDie Förderung von Erdgas mittels der umstrittenen Fracking-Technologie könnte Europas Abhängigkeit von Brennstoffimporten reduzieren und zugleich zu einem Jobmotor werden. Voraussetzung für diese Entwicklung ist allerdings ein verlässlicher, europaweit vereinheitlichter Regulierungsrahmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney zu den Potenzialen nicht konventioneller Gasvorkommen in Europa, die dem Handelsblatt (Montagausgabe) vorliegt.

Den Berechnungen von A.T. Kearney zufolge könnte nicht konventionelles Gas bis zum Jahr 2035 — ohne das klassische Produzentenland Norwegen — einen Anteil von rund 45 Prozent an der europäischen Gasförderung ausmachen und zehn Prozent des europäischen Gesamtbedarfs decken. Sieben Prozent der weltweit erschließbaren Vorkommen befinden sich der Studie zufolge in Europa. A.T. Kearney erwartet, dass sich Fracking in den meisten Ländern Europas nach 2018 wirtschaftlich betreiben lässt, weil sich bis dahin die Bohrtechniken weiter verbessert hätten.

Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass Europa jährlich Energieimporte im Umfang von 19,5 Milliarden Euro einsparen könnte, wenn nicht konventionelles Gas konsequent gefördert würde. Bis 2035 könnten dadurch 255 000 neue Arbeitsplätze entstehen und die Gashandelspreise um bis zu sechs Prozent sinken.

Kommentare zu " A.T. Kearney-Studie: Erhebliches Potenzial für Fracking in Europa gesehen"

Alle Kommentare
  • @Demokrat

    Nennen Sie sich bitte nicht "Forist" - egal, was Sie sich aktuell, zu dieser Uhrzeit, auch für einen Namen gegeben haben (Demokrat, Reisender, Geologe). Habe ich eine Variante vergessen?

    Sie schreiben ausschließlich, im Gegensatz zu den Foristen, um hier etwas zu verkaufen.
    Sie missbrauchen dieses Forum! (Wahrscheinlich sind Sie auch noch stolz darauf.)

  • @enervierter_leser

    Da gibt es hier doch tatsächlich Foristen, die NICHT Ihrer Meinung sind! Und das in einer Demokratie! Das muessen natuerlich ales böse, böse PR_Schreiberlinge der Industrie sein. Und die Industrie ist natürlich per se böse. Sie erwirtschaftet zwar unseren Wohlstand in diesem, unserem Lande - aber der regnet für Sie wahrscheinlich wie Manna vom Himmel (Beamter, was?)

  • @FDPwi6

    In Frankreich hat sich die Atomkraftlobby durchgesetzt, die die Konkurrenz durch billiges Erdgas fürchtet:

    Da ich regelmäßig in die USA reise kann ich Ihnen berichten, dass das trinkwasser in ländlichen Gebieten von ausgezeichneter Qualität ist! Lediglich in Städten mit subtropischem Klima (Houston, Los Angeles/ San Diego) ist das Wasser zwar ohne Gesundheitsbedenken trinkbar aber von schlechtem Geschmack, weil zumindest teilweise Wasser aus Meerwasserentsalzungsanlagen beigemischt wird.

  • @Einervonvielen

    In der Vergangenheit ist am Bodensee nach Erdöl gebohrt und auch gefödert worden. Schäden hat es dadurch nie gegeben. Fracking hat es am Bodensee bisher nicht gegeben, aber in Niedersachsen sind seit 1961 über 300 Erdgasbohrungen gefrackt worden - ohne irgendwelche Grundwasserbeinträchtigungen.

    Wenn Sie also wirklich an der Wasserqualität des Bodensees interessiert sind, warum reden Sie dann nicht über eingebildete Schadensszenarien atatt über tatsächliche Schäden durch:
    (1) den Eintrag von Gülle und Pestiziden in das Grundwasser durch die Landwirtschaft?
    (2) die Verwendung von Millionen Litern Scheibenwaschwasser mit Tensiden in Autos, die jeder in die Landschaft spritzt?
    (3) die Verwendung von tausenden von Tonnen Streusalz im Winter, das letztendlich ins Grundwasser sickert?

    Sie lassen sich nur vor den Karren von politischen Interessen spannen, die die Konkurrenz durch billiges Erdgas verhinden wollen - z.B. der Russen (Gazprom), der Solarindustrie, der Windkraftbetreiber und anderer Subventionsempfänger!

  • @Maximilian

    Jede Wette, dass Sie aber selbst ein Auto mit Benzin oder Diesel fahren und mit Erdgas oder Erdöl heizen!

  • @trabi

    Nicht erwähnt haben Sie, daß die Russen den Westeuropäern schon in zwei Wintern den Gashahn zugedreht haben! In Deutshland haben wir (bisher) davon nicht viel gemerkt, weil wir noch eine substantielle Eigenproduktion hatten und ausreichend Speicherkapazitäten. Herr Putin scheint nicht so ein zuverlässiger Lieferat zu sein wie einstmals die Kommunisten.

  • @enervierter_Leser

    Das sind einfach nur dummdreiste Behauptungen:

    (1) Durch Bohrungen gibt es weder Erdrutsche, noch Erdbeben, geschweige denn Erdkrustenverschiebungen (wo soll denn die Energie dafür herkommen!?) Die seismische meßbaren Erschütterungen durch Fracking liegen samt und sonders unter der Stärke 2 aud der Richter-Skala. Für Menschen fühlbare wäre Stärke 3 - das ist eine logarithmische Skala, d.h. 3 ist 10mal so stark wie 2.

    (2) Subventionen gab und gibt es für die Atomkraft, den Kohlebergbau und die alternativen Energien (Solar, Wind), zu keinem Zeitpunkt aber für die Erdölindustrie.

    (3) Wenn Sie schon anderen Foristen unterstellen, im Auftrag von "Betreibern" (von was eigentlich?) aufzutreten, für wen schreiben Sie hier eigentlich? Für die Grünen, die Solarindustrie, die Windkraftbetreiber oder gar Gazprom???

  • @enervierter_leser

    Belegen Sie doch mal Ihre Behauptungen! Sie können es nicht! In Deutschland sind seit 1961 über 300 Erdgasbohrungen gefrackt worden. Es gibt darunter nicht einen einzigen Fall einer Grundwasserschädigung.

    Sie betreiben hier nur billigste Propaganda, in wessen Auftrag auch immer (Gazprom, Solarenergie, Windenergie), um sich die Konkurrenz durch billiges Erdgas vom Leibe zu halten!!!

  • @enervierter_Leser

    Erst mal nachdenken und dann schreiben, und nicht Dinge miteinander verketten, die nichts miteinander zu tun haben:

    (1) Geothermie ist eine völlig andere Branche als die Erdgasförderung. Die Ölindustrie wurde und wird nicht subventioniert, ganz im Gegensatz zur Atomkraft, der Kohle und den Alternativen energien (Wind, Solar).

    (2)In Schleswig-Holstein hat es bisher kein fracking gegeben und ist auch keines geplant/beantragt; ansonsten siehe Punkt (1).

    (3) Ihr Kommentar zur Haftung ist nur eine freche Lüge, siehe Wikipedia: In Deutschland regelt das Bundesberggesetz (BBergG) vom 13. August 1980 §§110ff. die Rechtsfragen zum Thema Bergschäden. Danach ist der Verursacher der Bergschäden nach den Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ersatzpflichtig. Da es sich bei der Bergschadenshaftung um eine Gefährdungshaftung handelt, muss der Verursacher haften. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Schaden schuldhaft oder nicht schuldhaft verursacht wurde. Nach dem § 120 BBergG kommt es für die untertägige Aufsuchung oder Gewinnung im Rahmen einer Gefährdungshaftung zu einer Beweislastumkehr, d. h. der Bergbaubetrieb muss im Zweifelsfalle beweisen, dass es sich nicht um einen Bergschaden handelt.

  • @fracking_NO_GO

    Bitte treten Sie doch mal den Beweis an, dass es in den USA großflächige Schäden durch Fracking gibt! Der Film "Gasland" ist ein betrügisches Machwerk, den Gas in Grundwasser kommt oft vor - z.B. in D im Emsland - und war schon vor den Fracking Aktivitäten bekannt.

    Sicherlich sind die Umweltstandards in den UAS geringer als in Deutschland, z.B. sind Bohrplätze in der Regel nciht befestigt (bei uns betoniert/geteert und mit Drainage eingefaßt) und man hat auch weitaus näher an der erdoberfläche gefrackt, als das in deutschland jemals der Fall war und sein wird.

    In Wahrheit geht es doch hier gar nicht um technische Fragen und Risiken, sondern nur um Politik. Die Verfechter der alternativen Energien fürchten um ihre staatlichen Subventionen, wenn es billiges Erdgas gibt. Um die Umwelt kann es Ihnen nicht gehen. Denn in den USA sinkt der CO2 Ausstoß (mittlerweile auf das Niveau der 90er Jahre), weil Kohle- durch Gas-Kraftwerke ersetzt werden. In D hingegen steigt der CO2 Ausstoß, weil AKW durch Kohle statt Gas ersetzt werden.

    Und die Gazprom agitiert gegen shale gas in Europa, weil sie ihr Gas aus der Ostsee Pipeline verkaufen will (schönen Gruß von Gerd-Gas). Die Fracking-Gegner interessieren sich übrigends nicht für die Umweltschäden in Rußland, wo es kaum Umweltstandards gibt. Es geht Ihnen nur um das NIMBY Prinzip (Not In My Backyard).

Serviceangebote