A330
Airbus und Rolls-Royce bauen Kooperation aus

Airbus und Rolls-Royce vertiefen einem Insider zufolge ihre Zusammenarbeit im Kampf um Aufträge für Großraumjets. Die Aktien beider Unternehmen reagieren mit Sprüngen. Verlierer der Vereinbarung wäre General Electric.
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ParisIm transatlantischen Wettbewerb um Aufträge für Großraumjets vertiefen Airbus und Rolls-Royce ihre Zusammenarbeit. Der europäische Flugzeugbauer werde eine überarbeitete Version seines Fliegers A330 ausschließlich mit Triebwerken des englischen Konzerns anbieten, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Aktien der beiden Unternehmen reagierten darauf am Freitag mit Gewinnen.

Den Insidern zufolge ist der amerikanische Rolls-Royce-Konkurrent General Electric beim überarbeiteten A330neo nicht mehr im Rennen. Der neue Flieger solle mit Hilfe neuer Flügelspitzen 14 bis 15 Prozent weniger Sprit verbrauchen. Der Airbus-Verwaltungsrat müsse aber noch die Starterlaubnis für das A330neo-Projekt geben.

Vertreter des deutsch-französischen Konzerns dürften sich in den kommenden Tagen kurz vor der Luftfahrtmesse in Farnborough bei London treffen. Die Schau, die vom 14. bis 20. Juli veranstaltet wird, ist eines der wichtigsten Branchentreffen, das oft für die Präsentation neuer Modelle genutzt wird. Ob dies auch den A330neo betrifft, ist unklar. In der Regel wartet Airbus auch auf Bestellungen.

Rolls-Royce erklärte, man wisse von einer Entscheidung über den A330 nichts. GE bekräftigte sein Angebot, den neuen Jet mit dem modernen Triebwerk Genx ausstatten zu wollen.

Der A330 wurde vor 20 Jahren in Dienst gestellt und ist der Großraumjet, mit dem Airbus im Verhältnis die höchsten Gewinne erzielt. Eigentlich wurde erwartet, dass die Maschine von leichteren Modellen wie dem Airbus A350 oder der 787 Dreamliner von Boeing verdrängt wird. Aber auch wegen der Verzögerungen der 787 ist das Interesse von Kunden nach wie vor groß. Während der US-Konzern nun die 787-Bestellungen abarbeitet, will Airbus dem A330 neues Leben einhauchen.

Die 787 wird Kunden sowohl mit Triebwerken von GE als auch von Rolls Royce angeboten. Experten gehen davon aus, dass der US-Triebwerkhersteller nun Fluggesellschaften aggressiver umwerben wird, um Boeing im Wettbewerb mit dem A330neo zu helfen.

Investoren zeigten sich indes von der bevorstehenden Entscheidung über den A330 überzeugt: Aktien von Airbus und Rolls-Royce legten um etwa eineinhalb Prozent zu, während sich der Markt insgesamt kaum bewegte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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