A350
Bundesregierung verärgert über Airbus

In der Bundesregierung wächst der Ärger über nicht eingehaltene Zusagen. Mit der Anschubfinanzierung für den A350 sei die Stärkung der deutschen Standorte verbunden gewesen, heißt es. Airbus schweigt dazu.
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BerlinIn der Bundesregierung wächst der Ärger über nicht eingehaltene Zusagen bei der Anschubfinanzierung des geplanten Langstreckenflugzeugs Airbus A350, wie das Handelsblatt aus informierten Kreisen im Bundeswirtschaftsministerium erfuhr.

„Mit der Förderungszusage ist die klare Erwartung der öffentlichen Hand verbunden, dass der Airbus-Konzern entsprechend seine Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten stärkt und ausbaut“, hieß es dort.

„Deren Einhaltung stellt Airbus derzeit in Frage.“ Nicht zuletzt aus haushaltsrechtlichen Gründen werde eine entsprechende Förderung mit dieser Erwartung verbunden. Ein Airbus-Sprecher sagte dazu auf Anfrage: „Kein Kommentar.“

Die Bundesregierung hält rund 600 Millionen Euro an Hilfen zurück. Bei dem Geld soll es sich um die zweite Tranche der vereinbarten Anschubfinanzierung von insgesamt 1,1 Milliarden Euro handeln, die Deutschland für die Entwicklung der Maschine zugesagt hat. Das A350XWB-Programm ist federführend in Frankreich angesiedelt. Der A350 ist das Langstreckenflugzeug von Airbus. Die Maschine wird in drei Versionen gebaut.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " A350: Bundesregierung verärgert über Airbus"

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  • @Yoop Die Freundschaft dauert immer so lange bis man merkt das man ausgenutzt wird.

  • Der Bund und EADS streitet ja noch über Ariane 5 Nachfolger, Meteor Rakete, Eurofighter Updates, diverse Bw Kürzungen (NH90, UH Tiger, Eurofighter), HTH Helikopter, Eurodrohne usw.. Da geht es um einen 2 stelligen Mrd Betrag. Die Systemführerschaft ist bei den Projekten in FR bzw. beim EF in GB. Das dürfte die Streichungen aus DE Sicht erheblich einfacher machen. Und jetzt laufen gerade die Haushaltsverhandlungen für 2013. Da kann der Bund einfach keine Mittel für diese Programme bereitstellen. Indem man das DE Geschäft mit dem Bund reduziert, kann man natürlich auch den DE Staatseinfluss begrenzen. Ob die EADS Aktionäre Enders Strategie so gut finden, wage ich zu bezweifeln. Ohne die Kohle des Bundes wird es auch keine EADS Dividenden mehr geben.

  • In die Kommentäre der SPON und Handelsblatt Leser sehe ich seit lang kein mehr Freundschaft aber nur Arroganz und Vorherrschaft für die ganze Europa. Öffne die Augen!

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