A350
Qatar Airways kauft groß bei Airbus ein

Die Fluggesellschaft des Emirats Katar hat auf einen Schlag den Auftragsbestand für den neuen Airbus-Langstreckenjet A350 XWB nahezu verdoppelt. Qatar Airways ordert 80 Maschinen. Für den angeschlagenen europäischen Hersteller ist das Geschäft nicht nur des Geldes wegen enorm wichtig.

HB PARIS. Qatar Airways solle die Flugzeuge ab 2013 erhalten, teilte die EADS-Tochter Airbus am Mittwoch mit. Die Bestellung umfasse alle drei Varianten der neuen Flugzeugfamilie, hieß es. Die A350 XWB wird in unterschiedlichen Längen für Passagierzahlen von 270 bis 350 angeboten. Die Reichweite liegt bei bis zu 15 000 Kilometern.

Qatar Airways hatte bereits das Vorgängermodell des A350 XWB bestellt, die Order wegen der Überarbeitung des Flugzeugs zunächst aber aufgeschoben. Die am Mittwoch unterzeichnete Vereinbarung von Qatar Airways und Airbus ersetzt nun die aus dem Jahr 2005 stammende Bestellung von 60 Flugzeugen des alten Modells. Nach Listenpreis hat die Order ein Volumen von 16 Mrd. Dollar (11,8 Mrd. Euro). In der Regel werden aber Preisnachlässe gewährt, die umso höher ausfallen, je höher die Bestellung ist.

Der A350 XWB ist das direkte Konkurrenzmodell des Boeing „Dreamliner“ 787 im hart umkämpften Segment der mittelgroßen Langstreckenflugzeuge. Bislang hatte der Auftragsbestand für den Airbus bei 100 Maschinen gelegen. Boeings Auftragsbücher sind mit 550 Maschinen deutlich voller – nicht zuletzt, weil die 787 fünf Jahre früher als der erst in Planung befindliche A350 XWB auf den Markt kommt. Beim 787 baut Boeing gerade am Prototypen, während der Airbus nur im Computer existiert.

Für 2013 visiert Airbus den Erstflug des A350 XWB an. Die Verzögerung rührt aus der kompletten Überarbeitung her. Die Kunden waren mit den ursprünglichen Entwürfen für den A350 unzufrieden, setzten die Europäer – anders als die Konkurrenten aus Übersee – doch noch an vielen Stellen auf konventionelle und damit spritschluckende Bautechniken. So musste Airbus das Modell überarbeiten. Heraus kam der XWB mit einem extra breiten Rumpf aus der gegenüber Aluminium nochmals leichteren Kohlefaser. Dadurch haben sich die Entwicklungskosten aber auf 10 Mrd. Euro mehr als verdoppelt.

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