A400M
Airbus muss defekte Bolzen beseitigen

Die Pannenserie des Militärtransporters A400M geht weiter: Die Luftwaffe hat an Bolzen, die das Heckruder des Flugzeugs halten, Defekte festgestellt. Die Mängel werden nun auf Kosten des Herstellers beseitigt.
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BerlinDie Luftwaffe hat mit weiteren Problemen an ihrem künftigen Transport-Airbus A400M zu kämpfen. An Bolzen, die das Heckruder des Flugzeugs halten, wurden Defekte festgestellt, die auf mangelnde Qualitätskontrolle beim Hersteller Airbus zurückzuführen sind. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

Der Bolzen weise eine fehlerhafte Oberflächenbeschichtung auf, sagte er. Das sei aber kein Mangel, der für die Flugsicherheit relevant sei. Er werde nun auf Kosten des Herstellers beseitigt.

Anfang Mai war am Airbus-Standort Sevilla eine A400M nach dem Start abgestürzt. Dabei waren vier Besatzungsmitglieder getötet und zwei schwer verletzt worden. Deutschland hat 53 Maschinen bestellt. Sie sollen die bis zu 46 Jahre alten „Transalls“ ablösen. Bislang hat die Bundeswehr eine A400M-Maschine erhalten. Bis die Ursache für den Absturz geklärt ist, soll diese am Boden bleiben.

Damit die Bundeswehr in den kommenden Jahren überhaupt noch über Transportflieger verfügt, sollen die „Transall“-Flugzeuge laut „Spiegel“ nun bis 2021 fliegen. Der Ministeriumssprecher sagte dazu: „Wir haben den Weiterbetrieb der „Transall“ bis ins Jahr 2021 geprüft und die Machbarkeit festgestellt.“ Dabei handele es sich aber um vorläufige, interne Überlegungen. „Abschließende Entscheidungen dazu können erst getroffen werden, wenn wir über verlässliche Auslieferungspläne des A400M verfügen.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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