Ab 2015
Frankreich beendet Strom-Subventionen für Industrie

Frankreich gibt die staatlich regulierten Stromtarife für die Industrie bis 2015 auf. Damit endet die künstliche Subvention der heimischen Industrie-Unternehmen. Private Haushalte und kleine Unternehmen sollen aber weiter von den regulierten Preise profitieren.

HB PARIS. Rivalen des staatlich kontrollierten Versorgers EDF erhalten ab 2015 von dem Ex-Monopolisten EDF billigen Atomstrom zu Produktionskosten und können damit in Konkurrenz zu ihm treten. Für Haushalte und kleine Unternehmen sollen die bisherigen Vorgaben der Regierung für niedrige Tarife aber weiter gelten. In vielen Bereichen bleibt es damit schwierig für Rivalen, einen Fuß auf den Markt zu bekommen.

Die Veränderung ist Kern einer neuen Rahmengesetzgebung für den Strommarkt, die die Regierung in Paris am Dienstag für Juli 2010 ankündigte. Sie zieht damit die Konsequenzen aus einer Studie, die eine Expertenkommission im April vorgelegt hat. Die Europäische Union fordert seit Jahren ein Ende der Wettbewerbsvorteile, die die Regulierung der französischen Industrie verschaffe.

"Die Regierung will den Markt so reformieren, dass die französischen Verbraucher weiterhin von den französischen Atomkraftwerken profitieren", erklärte die Regierung bei der Vorstellung des Regelwerks. Zugleich solle der Strommarkt aber für Investitionen attraktiv und an den europäischen Rahmen angepasst werden.

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