ABB in der Krise
Schweizer Maschinenbauer baut Stellen ab

Der Schweizer Maschinenbauer ABB spürt die Folgen des niedrigen Ölpreises – der Vorstand plant in Folge den Stellenabbau. In welchem Umfang bleibt ebenso unklar, wie die Perspektive des Konzerns im laufenden Jahr.
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MünchenDer Elektrokonzern ABB reagiert mit einem Sparkurs und einem Stellenabbau auf die Flaute im Geschäft mit Öl- und Gastechnik. Konzernchef Ulrich Spiesshofer stockte am Mittwoch die veranschlagten Sonderlasten um 50 Millionen Dollar auf 250 bis 300 Millionen Dollar auf.

„Die Unwägbarkeiten in den kommenden Quartalen werden wir mit Kostensenkungen und zusätzlichen Restrukturierungen adressieren“, erklärte er. Den Umfang des Stellenabbaus ließ Spiesshofer offen. Die Zahl der zu streichenden Arbeitsplätze werde sich im weiteren Jahresverlauf herauskristallisieren. Dann werde zunächst mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt.

Im Auftaktquartal steigerte der Schweizer Konzern den Überschuss bereits nur noch durch einen Sparkurs. Während der Umsatz binnen Jahresfrist um ein Zehntel auf 8,56 Milliarden Dollar absackte, kletterte der Nettogewinn um vier Prozent auf 564 Millionen Dollar. Analysten bemängelten, dass ABB hinter den Erwartungen für die operativen Renditen zurückblieb.

Trotz einer stabilen Auftragslage äußerte sich Spiesshofer für den weiteren Jahresverlauf skeptisch. „In einem anspruchsvollen Marktumfeld haben wir das Volumen der Großaufträge verdoppelt und die Basisaufträge auf einem stabilen Niveau gehalten“, erklärte der Schwabe im Dienste der Schweizer.

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