Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB
spürt nichts von einer konjunkturellen Abkühlung.
HB ZÜRICH. Das Unternehmen steigerte nach Angaben vom Donnerstag den Reingewinn im zweiten Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel auf 975 Millionen Dollar.
Und während sich andere Industriefirmen zunehmend vorsichtig zur weiteren Entwicklung äussern, erhöhte ABB
die Prognose. Neu sieht der Konzern in der Automations-Sparte dieses Jahr ein Umsatzwachstum von klar über zehn Prozent nach bisher zehn Prozent. Industriekunden insbesondere aus der Ölindustrie, aber auch aus dem Schiffbau und der Metallbranche seien dabei, ihre Kapazitäten auszubauen. In der Energietechnik-Sparte, die vom Aufbau von Stromleitungen profitiert, wiederholte ABB
die Prognose eines Wachstums von rund 15 bis 20 Prozent im Gesamtjahr.
ABB
stützte sich bei diesem Ausblick auf den Aufragseingang, der im zweiten Quartal um 31 Prozent auf den Rekordwert von 11,27 Milliarden Dollar zulegte. Zum ersten Mal sei mehr als die Hälfte der Auftragseingänge aus Schwellenländern gekommen.
Bei einem Umsatz von 9,03 Milliarden Dollar kam ABB
den Angaben zufolge auf ein Betriebsergebnis (Ebit) von 1,45 Milliarden Dollar. Die Steigerung der operativen Marge begründete ABB
mit der hohen Kapazitätsauslastung und dem zunehmenden Komponenteneinkauf in Schwellenländern.
Analysten hatten für das zweite Quartal durchschnittlich einen Reingewinn von 987 Millionen Dollar und einen Auftragseingang von 10,41 Milliarden Dollar geschätzt.

