Abbau von 3 000 Arbeitsplätzen in Europa geplant
Weitere Stellen bei GM bedroht

Einem Zeitungsbericht zufolge steht beim weltgrößten Autohersteller General Motors ein weiterer Stellenabbau an. Demnach sollen 3000 Arbeitsplätze in Europa gestrichen werden. Auch Werksschließungen sind Optionen.

HB FRANKFURT. General Motors (GM) will innerhalb der nächsten zwei Monate einen Plan vorlegen, um bestehende Überkapazitäten in Europa abzubauen. Dabei seien Werksschließungen eine Option, was möglicherweise mit einem Stellenabbau verbunden wäre, sagte ein Sprecher der deutschen GM-Tochter Opel am Mittwoch. GM-Europachef Fritz Henderson habe angesichts der sich seit Jahren auftürmenden Verluste zuletzt auf die Notwendigkeit hingewiesen, Überkapazitäten zu reduzieren. Damit werde der Autobauer auf die schwache Nachfrage der Konsumenten reagieren. Unklar sei aber noch, welche Produktionsstätten in Europa betroffen sein könnten, ergänzte der Opel-Sprecher. Mit Werksschließungen ginge in der Regel auch ein Stellenabbau einher. Henderson habe aber keine Aussage hierzu getroffen.

Die Londoner Zeitung „Daily Telegraph“ hatte in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, GM plane den Abbau von 3 000 Arbeitsplätzen in Europa. Dies entspreche der Fertigungskapazität von zwei Autowerken. Der Stellenabbau werde Opel/Vauxhall, Saab und auch die Partnerschaft mit Fiat betreffen, zitierte das Blatt Henderson.

Der Automarkt ist seit geraumer Zeit von einem scharfen Wettbewerb gekennzeichnet, bei dem die Autofirmen mit Preisnachlässen um die Gunst der Kunden buhlen. General Motors verbuchte im August den dritten Monat in Folge einen Absatzrückgang. Wettbewerber haben ihre Marktanteile mit neuen Modellreihen ausgebaut. Dem „Daily Telegraph“ zufolge könnte von den Kürzungen vor allem das Saab-Werk im schwedischen Trollhättan betroffen sein.

Der deutsche Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz hatte sich zuletzt hinter die GM-Pläne gestellt, die anstehenden neuen Mittelklassewagen seiner Marken Saab und Opel nur noch in einer Fertigungsstätte zu bauen. Er äußerte sich vor wenigen Tagen in einem Zeitungsinterview zugleich zuversichtlich, dass dann das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim den Zuschlag vor dem Saab-Standort Trollhättan erhalte. In Rüsselsheim beschäftigt Opel rund 19 700 Mitarbeiter.

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