Abbau von 400 Stellen
BASF tritt in USA auf die Kostenbremse

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will an seinen Standorten in den US-Bundesstaaten Mississippi, Virginia und North Carolina rund 400 Arbeitsplätze streichen und verschärft damit den Sparkurs im Nordamerika-Geschäft.

HB NEW YORK. Das Restrukturierungsprogramm soll bis Mitte 2007 zu zusätzlichen Einsparungen von 150 Mill. Dollar im Jahr führen, wie BASF am Dienstag in New York ankündigte. Damit sollen die jährlichen Kosten nun insgesamt um 400 Mill. Dollar reduziert werden. Das ursprüngliche Ziel einer jährlichen Kostensenkung bis 2006 um 250 Mill. Dollar hatte der Konzern im zweiten Quartal bereits erreicht. Die neuen Sparmaßnahmen schlügen mit 80 Mill. Dollar Einmalkosten zu Buche, sagte Klaus Peter Löbbe, der im Vorstand für Nordamerika zuständig ist.

Zusätzlich kündigte der Chemieriese ein Effizienzprogramm für sein Nordamerika-Geschäft an. Damit soll das Betriebsergebnis der dortigen Tochter bis Mitte 2007 jährlich um 200 Mill. Dollar gesteigert werden. Vor allem in der Vermarktung wolle BASF in der Region noch effizienter werden. Auch die Preise, die Logistik und die Lagerhaltung würden geändert. Zukaufen will BASF nur, um sein bestehendes Geschäft zu ergänzen, nicht um in neue Geschäfte einzusteigen.

BASF ist in Nordamerika die Nummer drei in der Chemiebranche nach Dow Chemical und DuPont. Etwa 95 % der in der Region verkauften Produkte fertigt der Konzern auch dort. Seit 2002 hatte BASF rund 50 Projekte zur Effizienzsteigerung von Standorten und Anlagen in der Region aufgelegt. Im zweiten Quartal hatte BASF den Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen in Nordamerika um 65 % auf 351 Mill. € gesteigert. Der Umsatz legte auf Dollar-Basis um 23 % zu.

Ferner teilte BASF mit, die finanziellen Folgen der Wirbelstürme an der Golfküste für den Konzern ließen sich noch nicht abschließend schätzen. Die Kosten hingen vor allem von der vollständigen Wiederinbetriebnahme der großen petrochemischen Basisanlage, des so genannten Crackers, in Port Arthur in Texas ab. Mit Ausnahme von Beaumont in Texas und Port Arthur seien alle BASF-Anlagen inzwischen wieder in Betrieb. Der Cracker in Port Arthur werde derzeit wieder hochgefahren, die Anlage für Agrochemikalien in Beaumont solle am 1. November wieder normal arbeiten können.

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