Abfindung
Procter legt Barabfindung bei Wella fest

Der amerikanische Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) will die Minderheitsaktionäre des Kosmetikspezialisten Wella gegen eine Barabfindung von 80,37 Euro je Aktie aus dem Unternehmen ausschließen.

HB DARMSTADT. Das teilte die Darmstädter Wella AG am Montag mit. Der Betrag soll sowohl für die Stamm- als auch die Vorzugsaktien gelten. P&G hält nach eigenen Angaben bereits mehr 95 Prozent des Grundkapitals und kann daher eine zwangsweise Abfindung der verbliebenen Aktionäre (Squeeze out) einleiten.

Minderheitsaktionäre von Wella, darunter große Aktienfonds, hatten die Übernahme der Wella AG durch P&G im Jahre 2003 mehrfach kritisiert und dem Wella-Management geschäftsschädigendes Verhalten vorgeworfen. Ein Amtsgericht hatte eine Sonderprüfung des Falls jedoch abgelehnt. Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Streit über den Preis für die Aktien. So hatte P&G 2003 für die Stammaktien, die sich überwiegend in Familienbesitz befanden, 92,25 Euro pro Stück gezahlt, für die Vorzugsaktie jedoch nur 65 Euro. Im Juni 2004 war das Angebot auf knapp 73 Euro angehoben worden.

Die Rechtsanwälte der Minderheitsaktionäre waren am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Über den Beschluss zum Squeeze-Out soll in einer Hauptversammlung am 13. und 14. Dezember entschieden werden.

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