Abfindung zu gering
Hedgefonds will für Demag Cranes mehr Geld

Die Mehrheit der Aktionäre von Demag Cranes stimmte nach der Angebotserhöhung der Übernahme durch Terex zu. Eine Gruppe Minderheitsaktionäre will nun aber eine höhere Abfindung vom US-Baumaschinenkonzern erstreiten.
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FrankfurtDer US-Hedgefonds Elliott International will vor Gericht eine deutlich höhere Abfindung für die Minderheitsaktionäre des Düsseldorfer Kranherstellers Demag Cranes erstreiten. Elliott und 104 weitere Investoren haben vor dem Landgericht Düsseldorf ein Spruchverfahren gegen den Mehrheitseigentümer Terex angestrengt, der Demag Cranes 2011 übernommen hatte und nun 82 Prozent hält.

Statt der von dem US-Baumaschinenkonzern angebotenen 45,52 Euro fordern die Kläger Finanzkreisen zufolge mehr als 100 Euro. Sind sie erfolgreich, könnte das Terex rund 200 Millionen Euro extra kosten. Terex und Demag Cranes haben bis Ende Oktober Zeit, auf die Klage zu reagieren.

Terex hatte erst mit einer Erhöhung der Offerte für Demag Cranes auf 963 Millionen Euro den Widerstand der meisten Aktionäre gebrochen. Doch Elliott behielt seine 12,7 Prozent und verhinderte damit, dass die Amerikaner Demag Cranes von der Börse nehmen konnten. So blieb Terex nur ein Beherrschungsvertrag, bei dem die Aktionäre zwischen einer Garantiedividende oder einer Abfindung wählen können.

Ein Terex-Sprecher sagte, das Unternehmen habe Verständnis für den Wunsch von Aktionären nach einer höheren Bewertung. "Aber wir glauben, dass unsere Offerte einen fairen Wert für die Aktien darstellt."

Im Spruchverfahren kann die der Abfindung zugrundeliegende Bewertung überprüft werden. Ein Sprecher des Gerichts bestätigte nur den Eingang von Klagen von Demag-Investoren, äußerte sich aber nicht weiter.

Elliott wirft Terex Finanzkreisen zufolge vor, die Lage und die Aussichten für Demag künstlich heruntergerechnet zu haben. Nach der Übernahme durch Terex und dem Austausch von Vorständen habe Demag Cranes seine Wachstumspläne zurückgenommen. "In den Berechnungen hat Demag auch die positiven Auswirkungen seines Gemeinschaftsunternehmens mit der chinesischen Weihua außen vor gelassen", sagte ein mit der Klage Vertrauter. Es sei kaum nachvollziehbar, dass Demag sich davon gar nichts erwarte. "Die Wahrheit liegt meistens irgendwo in der Mitte", sagte ein Vertreter der Kläger.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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