Abfindungen und Frühverrentung
38 000 kehren Ford den Rücken

Ford hat in seinem Heimatmarkt schon seit längerem große Probleme. Die Kunden greifen lieber zu asiatischen Modellen. Bei Ford ist deshalb ein großer Teil der Belegschaft überflüssig. Mit hohen Abfindungen und einem Programm zur Frühverrentung hat der Autobauer 38 000 nordamerikanische Werker zum Ausscheiden bewogen. Doch Probleme bleiben.

HB DEARBORN. Ford wolle im Rahmen des als „Vorwärtsplan“ deklarierten Sanierungsprogramms die Produktionskapazitäten der Nachfrage anpassen, betonte Konzernchef Alan Mulally am Mittwoch in Dearborn. Die Mitarbeiter würden zwischen Januar und September nächsten Jahres ausscheiden. Ford hatte zu Jahresbeginn 83 000 von der amerikanischen Automobilarbeitergewerkschaft UAW vertretene US-Arbeiter. Nur für sie galten die Angebote.

Ford leidet unter Milliardenverlusten im nordamerikanischen Automarkt. Alleine in den ersten neun Monaten dieses Jahres fiel ein Minus von 7 Mrd. Dollar an. Die Wagen verkaufen sich allgemein schlecht; im besonderen sind aber die spritfressenden Geländewagen und Pickups in der Käufergunst gesunken, weil die Treibstoffpreise angezogen haben. Und gerade mit diesen Fahrzeugen hat Ford in der Vergangenheit seine Gewinn eingefahren. Um der gesunkenen Nachfrage zu begegnen, will Ford 16 Fabriken in seiner Heimat schließen.

Doch Ford hat noch weitere Probleme: Der zweitgrößte US-Hersteller leidet unter dem scharfen Wettbewerb mit Anbietern aus Fernost, speziell unter den Erfolgen des japanischen Vorzeigekonkurrenten Toyota. Darüber hinaus machen Preiskriege mit den US-Rivalen General Motors und Chrysler dem Unternehmen aus Dearborn zu schaffen. In Europa ist die Nobelmarke Jaguar das Sorgenkind.

Ford erwartet in den kommenden beiden Jahren weiterhin hohe Verluste im Autogeschäft. Zudem gehe das Ergebnis der zuletzt rentablen Finanztochter zurück, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die „bedeutenden operativen Verluste“ des operativen Geschäfts tragen dem Unternehmen zufolge zusammen mit den Restrukturierungskosten bis 2009 zu Barmittel-Abflüssen von 17 Mrd. bei.

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