Abfindungs-Programm
Ford plant massive Stellenstreichungen

Der US-Autobauer Ford will in seinem Heimatmarkt weiter Stellen abbauen. Das Unternehmen bot insgesamt 41 000 Arbeitern Geld an, um sie zum Gehen zu bewegen. Das Management spricht von einem Überschuss an Beschäftigten.
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HB DETROIT. Der US-Autobauer Ford will auf seinem Heimatmarkt massiv Stellen abbauen. Das Unternehmen bot am Montag 41 000 gewerkschaftlich organisierten Arbeitern Abfindungen oder Frühverrentung an, um seine Kosten zu senken und 2011 wieder Gewinn zu machen. Die Angebote für vorzeitiges Ausscheiden aus der Firma belaufen sich je nach Betriebszugehörigkeit auf bis zu 70 000 Dollar in Bar. "Trotz Verbesserung unserer Geschäftslage haben wir einen Überschuss an Beschäftigten", sagte Firmensprecher Mark Truby zur Begründung.

Wie viele Stellenstreichungen das Management anpeilt, ließ Ford offen. Den Angaben zufolge können sich Arbeiter mit mindestens einem Jahr Betriebszugehörigkeit für 50 000 Dollar in Bar plus einen Gutschein für den Erwerb eines Neuwagens in Höhe von 25 000 Dollar entscheiden. Auch Frührentner haben demnach die Wahl zwischen einer Barzahlung von 20 000 Dollar und einem Auto-Gutschein von 25 000 Dollar. Facharbeiter können den Bedingungen zufolge 40 000 Dollar in Bar beziehen.

Als einziger der drei großen US-Autobauer kam Ford im abgelaufenen Jahr ohne staatliche Hilfen oder Insolvenzverfahren über die Runden. Seine relative Stärke macht es dem Unternehmen jedoch schwer, die Automobilarbeitergewerkschaft UAW zu Konzessionen zu bewegen. So lehnten die organisierten Beschäftigten im November Änderungen am bestehenden Tarifvertrag ab, die Kostensenkungen vorgesehen hatten.

Bereits im ersten Halbjahr hatte Ford seinen Arbeitern Abfindungen offeriert. Von dem Angebot machten im Juli etwa 1 000 Beschäftigte Gebrauch.

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