Abfindungsangebote
Zehntausende bei GM und Delphi entscheiden sich für goldenen Handschlag

General Motors und die ehemalige Tochter Delphi, für die GM teils noch gerade stehen muss, kommen bei ihrer Sanierung voran. Zehntausende Mitarbeiter beim US-Autobauer und dem verwandten Autozulieferer nahmen die großzügigen Abfindungsangebote an.

HB LAS VEGAS. Für die Abfindungs-Angebote bei GM und Delphi hätten sich bislang 33 500 Mitarbeiter und damit mehr als erwartet entschieden, teilte die US-Autogewerkschaft UAW mit. Der weltgrößte Autobauer will in Nordamerika auf Grund sinkender Marktanteile zehntausende Stellen streichen und zwölf Werke schließen. Der Konzern hat daher seinen mehr als 125 000 gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern Abfindungen zwischen 70 000 und 140 000 Dollar angeboten. Damit soll auch steigenden Zusatzkosten für eine älter werdende Belegschaft vorgebeugt werden.

An den Finanzmärkten wird das Interesse an diesem Abfindungsangebot genau beobachtet, da die Akzeptanz als ein wichtiger Faktor dafür angesehen wird, ob GM – wie im Sanierungsplan vorgesehen – in die Gewinnzone zurückkehren kann. 2005 hatte der Konzern einen Rekordverlust von 10,5 Mrd. Dollar eingefahren.

„Ich glaube, es läuft ziemlich gut. Es ist etwas besser, als wir ursprünglich erwartet haben“, sagte UAW-Präsident Ron Gettelfinger am Donnerstag mit Blick auf die Zahl der Abfindungen. Bei GM hätten rund 25 000 und bei Delphi 8 500 Beschäftigte die Offerte angenommen. GM hat offiziell keine Zielzahl genannt. Es hatte aber geheißen, man hoffe, am Ende 30 000 Beschäftigte zum Ausscheiden bewegen zu können. Die Mitarbeitern können sich noch bis kommende Woche für eine Annahme des Angebots entscheiden.

Sorgen machen sich derzeit Mitarbeiter in den europäischen Werken der GM-Töchter Opel, Saab und Vauxhall. Arbeiter in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Portugal und Spanien müssen um ihre Jobs bangen, weil die Produktion in Niedriglohnländer im Osten abwandert. In Portugal steht ein ganzes Werk vor dem Aus.

Um Geld in die klamme Kasse zu bekommen, hatte GM jüngst die Mehrheit an seiner profitablen Finanztochter GMAC für 14 Mrd. Dollar verkauft. Zudem gab GM seine Anteile an Japans Autobauer Suzuki für zwei Mrd. Dollar ab.

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