Abfindungsprogramm zum Stellenabbau
1 000 VW-ler wählen goldenen Handschlag

Bisher haben sich 1 000 Mitarbeiter der Kernmarke VW für das laufende Abfindungsangebot entschieden, dies hat der Autobauer mitgeteilt. Dafür kassierten sie im Schnitt auch ein ordentliches Sümmchen. Am Ziel ist Volkswagen damit aber noch lange nicht.

HB HAMBURG. „Die Anfangsphase hat die Erwartungen übertroffen“, sagte ein Sprecher am Dienstag in Wolfsburg. Noch sei aber nicht absehbar, wieviele Beschäftigte insgesamt durch das Programm zum freiwilligen Ausscheiden bewegt werden könnten. Es gebe eine Warteliste, die derzeit abgearbeitet werde.

Die „Bild“-Zeitung berichtete, die meisten Beschäftigten, die das Angebot bislang unterschrieben haben, seien zwischen 32 und 40 Jahre alt und erhielten Beträge in einer Größenordnung von 150 000 Euro. Die von VW angebotenen Abfindungen reichen je nach Betriebszugehörigkeit und Lohnstufe von 40 000 bis 195 000 Euro. Damit können Mitarbeiter einschließlich Bonus bis zu 250 000 Euro für ihren Weggang erhalten. Medienberichten zufolge erwartet der Autobauer etwa 4 000 Zusagen für das aufgestockte Abfindungsangebot.

Volkswagen bietet Beschäftigten im Zuge des geplanten Personalabbaus eine Prämie für schnelles Ausscheiden aus dem Konzern an. Zusätzlich zu einer Abfindung erhalten Schnellentschlossene pauschal 54 000 Euro, wenn sie das Unternehmen bis Ende September verlassen. Danach halbiert sich der Bonus. Die Regelung gilt bis Jahresende, der Zuschlag ist unabhängig von der Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Der Konzern bei seiner ertragsschwachen Kernmarke VW bis zu 20 000 Arbeitsplätze in Frage - das ist ein Fünftel der Stellen in den sechs westdeutschen Montage- und Komponentenwerken. Der Großteil des Stellenabbaus soll über Frühverrentungen erreicht werden.

Um die Kosten zu senken, hat die Konzernspitze zudem die Verlängerung der Arbeitszeiten auf 35 Stunden ohne Lohnausgleich gefordert. Bisher gilt in den westdeutschen VW-Werken überwiegend die Vier-Tage-Woche mit 28,8 Stunden. VW-Chef Bernd Pischetsrieder will die Gespräche darüber mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft bis Ende Juli zum Abschluss bringen.

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