Abgas-Skandal
Südkorea prüft Prozess gegen VW-Manager

Nach der US-Umweltbehörde Carb bemängelt auch das südkoreanische Umweltministerium die Rückrufpläne von Volkswagen. Die Regierung in Seoul erstattet Strafanzeige – gegen einen führenden VW-Manager in dem Land.

SeoulIm Skandal um manipulierte Abgaswerte droht Volkswagen in Südkorea ein Gerichtsverfahren. Das Umweltministerium in Seoul erstattete am Dienstag Strafanzeige gegen den Geschäftsführer von Audi Volkswagen Korea, Johannes Thammer. Die Behörde wirft VW vor, Anordnungen nicht befolgt und nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125.000 Diesel-Fahrzeuge eingereicht zu haben. Unter anderem fehlten technische Informationen zu den Fehlerquellen, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft sei nun gebeten worden, „zu ermitteln und den Fall vors Gericht zu bringen, sollte sich herausstellen, dass Audi Volkswagen Korea gegen die Gesetze verstoßen hat“, sagte Park Jung Hong vom Ministerium. Sollte Thammer für schuldig befunden werden, drohe ihm laut geltender Gesetzeslage eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren sowie eine Geldstrafe.

Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi hatte das südkoreanische Umweltministerium im November nicht nur die Auto-Rückrufe angeordnet, sondern den deutschen Autobauer auch mit einer Geldstrafe von 14,1 Milliarden Won (rund 10 Millionen Euro) belegt. VW soll die Abgaswerte bei Fahrzeugen mit Dieselmotoren geschönt haben. Betroffen sind Autos mit EA-189-Motoren, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden, einschließlich des in Südkorea populären Tiguan.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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