Abgasmanipulation Auch Porsche steht unter Verdacht

Auch Porsche steht im Verdacht, eine Software zur Abgasmanipulation einzusetzen. Der „Wirtschaftswoche“ zufolge überprüft das Kraftfahrt-Bundesamt den Sportwagenbauer. Die verwendete Technik ähnele der von Audi.
Kommentieren
Auch der Sportwagenhersteller steht unter Verdacht, Abgaswerte manipuliert zu haben. Quelle: Reuters
Porsche

Auch der Sportwagenhersteller steht unter Verdacht, Abgaswerte manipuliert zu haben.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDas Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) prüft, ob neben Audi auch Porsche eine illegale Software verwendet. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“. Bei der Untersuchung geht es, wie im am Donnerstag bekannt gewordenen Fall Audi, ebenfalls um die sogenannte Lenkwinkelerkennung. Verkehrsminister Alexander Dobrindt zufolge registriert eine Lenkwinkelerkennungs-Software bei Audi, ob das Auto auf einem Prüfstand steht.

Werde die Lenkung um mehr als 15 Grad eingeschlagen, erhöhten sich die Emissionen. Das wertet Dobrindt als illegal, Audi muss 24.000 Fahrzeuge zurückrufen. Nun geht es beim KBA darum, ob auch Porsche diese illegale Software benutzt.

„Die Untersuchungen des KBA dauern weiterhin an. Das KBA geht davon aus, dass diese zeitnah abgeschlossen werden können“, bestätigte das Bundesverkehrsministerium der WirtschaftsWoche am 16. Mai auf Fragen zu Porsche. Porsche sagt dazu, der Autobauer könne „für alle Porsche-Modelle bestätigen“, dass Lenkbewegungen nicht verwendet würden, „um einen Prüfstandsfahrzyklus zu erkennen und auf diesen zu reagieren“.

Ob die Prüfung im Fall Porsche abgeschlossen ist, konnte das Ministerium am Freitag nicht beantworten. Das KBA hatte der „Wirtschaftswoche“ am vergangenen Dienstag auf Fragen zum Thema Lenkwinkelerkennung bei Porsche aber bestätigt: „Das KBA untersucht in diesem Zusammenhang Schadstoff- und CO2-Emissionen.“

In seinem Statement zu Audi berichtete Minister Dobrindt bislang nur von erhöhten Stickoxidwerten (NOx). Ginge es auch um CO2, würde der Abgasskandal eine ganz neue Dimension erreichen. In Deutschland richtet sich die Kfz-Steuer danach, wie viel CO2 ein Auto ausstößt.

Nach oben offener Fahrspaß
Neue Details
1 von 23

Neu ist die durchgehende schwarze Zierleiste am Heck. Und natürlich die Bezeichnung 718, mit der der Hersteller auf die eigene Rennhistorie verweist. Denn schon einmal gab es einen Vierzylinder-Porsche namens 718.

Historischer Porsche 718
2 von 23

Mit dem Leichtbau-Porsche 718 gewann Wolfgang Graf Berghe von Trips Bergrennen, Edgar Barth fuhr den ersten Platz bei der Targa Florio ein und die Statistik führt noch viele weitere Rennerfolge auf. Das Beste aber: Der 718 war ein Rennwagen für die Straße, mit dem jedermann – entsprechende Solvenz vorausgesetzt – Spaß haben konnte: Als Cabrio und Roadster mit Vierzylinder-Boxermotor und bis zu 160 PS setzte der nur rund 500 Kilogramm schwere Porsche damals Maßstäbe.

Warum wurden eigentlich zwei Zylinder eingespart?
3 von 23

Weil alle Autohersteller - auch Porsche - ihren Flottenverbrauch senken müssen, um künftige politische Gesetzesvorgaben zu erreichen. In der Realität wird aber niemand einen reinrassigen Roadster kaufen, weil er weniger verbraucht. Dieses Auto holt man aus der Garage, wenn man Spaß haben will.

Porsche 718 Boxster S
4 von 23

Innen ist alles am vertrauter Position: Zündschloss links, Drehzahlmesser in der Mitte, Schaltwippen für 7 Gänge hinter dem sehr aufgeräumten Lenkrad. Dort sitzt - wie in den größeren Porschemodellen - nun auch der Dreh-Drück-Knopf für die Fahrmodi und die „Sport Response“-Funktion, die den 350 PS-Sprinter für 20 Sekunden extrem scharf schaltet.

Bereit zur kleinen Flucht aus dem Alltag?
5 von 23

Immerhin muss man für den aufgerufenen Mindestpreis von 67.000 Euro nicht aufs kleine Gepäck verzichten: Weil sich der Mittelmotorboxer unten knapp hinter den zwei Sitzen verbirgt, stehen zwei Mini-Kofferräume zur Verfügung: 150 und 120 Liter passen rein. In den ebenfalls knapp kalkulierten Tank passen 64 Liter. Natürlich vom guten Super Plus.

An manche Traditionen traut sich Porsche (noch) nicht heran
6 von 23

So sitzt immer noch ein echter Zündschlüssel auf der linken Seite, während heutzutage viele Kompakt-SUV einen Startknopf haben, der früher echten Sportwagen vorbehalten blieb. Einen echten Le-Mans-Start können aber nur Boxster-Fahrer erleben, die die Sitzposition nicht ändern, denn das geht nur phlegmatisch.

Viel Grip, noch mehr Biss
7 von 23

Man kann 18-Zoll-Felgen fahren, aber die recht offen gestalteten 20-Zöller bringen einfach die lackierten Bremssättel schöner zur Geltung. Aber Vorsicht in Bordsteinnähe: Wer Wagen ist doch breiter, als man vom Fahrersitz aus zunächst annimmt.

  • HB
Startseite

Mehr zu: Abgasmanipulation - Auch Porsche steht unter Verdacht

0 Kommentare zu "Abgasmanipulation: Auch Porsche steht unter Verdacht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%