Abgasskandal
Daimler soll eine Million Fahrzeuge manipuliert haben

Schwere Vorwürfe gegen Daimler: Laut Medien soll das Unternehmen von 2008 bis 2016 über eine Million Fahrzeuge mit unzulässig hohem Schadstoffausstoß verkauft haben. Der Bericht belastet auch die Aktie des Autobauers.
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FrankfurtMedienberichte zur Diesel-Affäre haben am Donnerstag die Aktien von Daimler unter Druck gebracht. Als Reaktion auf die Berichte starteten die Daimler-Papiere am Donnerstag mit einem Abschlag von drei Prozent. Damit waren sie das Schlusslicht im Dax. „Ganz neu ist das zwar nicht, aber es sieht so aus, als ob es jetzt dramatischer und drastischer wird“, sagte ein Händler. Auch die Aktien von BMW und VW gaben je etwa 0,3 Prozent nach.

Ermittler verdächtigten den Autobauer, fast ein Jahrzehnt lang Fahrzeuge mit einem unzulässig hohen Schadstoffausstoß verkauft zu haben, berichteten die „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR am Mittwoch. Insgesamt seien mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen, die von 2008 bis 2016 in Europa und den USA verkauft worden seien. Das gehe aus einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Stuttgart hervor, der Grundlage für eine Razzia vor wenigen Wochen bei Daimler und anderen Firmen gewesen sei.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die Ende Mai die Razzia bei Daimler durchführte, gehe dem Verdacht nach, dass zwei Motorenreihen eine unzulässige Abschalteinrichtung enthielten, berichteten die Medien. Damit sei die Schadstoffreinigung bei den offiziellen Messungen der Behörden auf einem Prüfstand ein- und auf der Straße weitgehend ausgeschaltet worden.

Im Durchsuchungsbeschluss heiße es, Daimler habe die unzulässige Abschalteinrichtung entgegen den Vorschriften dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) als Genehmigungsbehörde nicht offengelegt. Die Autos und Kleintransporter mit den Motoren OM 642 und OM 651 seien wegen der Abschalteinrichtungen auf dem europäischen Markt nicht zulassungsfähig gewesen.

Es bestehe die Gefahr eines Entzugs der Zulassung. Das KBA sehe aber bislang keinen Anlass dafür. Ein Daimler-Sprecher erklärte, der Konzern kommentiere das laufende Ermittlungsverfahren nicht. Daimler kooperiere vollumfänglich mit den Behörden.

Die Gefahr einer Stilllegungsverfügung sehe der Konzern nicht. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die seit März wegen des Verdachts auf Betrug durch die Manipulation der Abgasnachbehandlung bei Diesel-Autos und strafbare Werbung bei Daimler ermittelt, wollte sich nicht äußern. Vom Bundesverkehrsministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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  • Das Ziel der Ökoreligion ist eine verarmte, feudalistische Gesellschaft. Eine individuelle Fortbewegung für jedermann ist dieser Religion ein grosser Dorn im Auge. So trauen sich die Ökojihaddisten nach Kernenergie und Gentechnik die die Menschen nicht wirklich betroffen haben an das Auto. Ich fürchte die Deutschen lassen sich auch das gefallen bzw. das Auto nehmen.

    Auf Druck milliardenschwerer grüner NGO hat man in der EU Abgaswerte für Dieselmobile festgeschrieben die sich real kaum realisieren lassen. Einzelne Autohersteller haben so getan als ob sie als technisch fortschrittliche Hersteller solche Werte einhalten können. Die anderen haben sich nicht getraut zu widersprechen. So haben dann alle Hersteller so getan als ob sie diese Grenzwerte einhalten.

    Die grösste Herausforderung für die Einhaltung von Schadstofflimits bei einem Automotor sind die sehr schnell wechselnden Betriebszustände, Leerlauf kalt bis hin zu Vollgas heisser Motor die jeweils komplett andere Anforderungen an die Technik stellen. Beispielsweise hatte ich als Selbstreparierer vor Jahren mit einem Abgasrückführventil zu tun das weder bei kaltem Motor noch bei Geschwindigkeiten > 120 Km Abgas rückführt. Ich denke die Thematik dürfte weitgehend bekannt gewesen sein.

    Mittlerweile hat man aus dem unkaputtbaren Dieselmotoren komplexe, teure Sensibelchen gemacht die bei ungünstigen Betriebszyklen häufige, extrem teure Reparaturen erfordern.

  • @ Herr Peter Spiegel13.07.2017, 10:55 Uhr

    Richtig Herr Spiegel, Kohle ist klimaneutral, vor allem wenn sie von weit her herangeschippert werden muss...

    "Die Ergebnisse: 75 Prozent der "deutschen" Steinkohle kommen aus dem Ausland. Ab 2018 dürften es sogar 100 Prozent werden, wenn die Subventionen für den deutschen Steinkohlebergbau auslaufen und die beiden letzten Bergwerke Prosper-Haniel und Ibbenbüren schließen, heißt es in der Studie. Vor allem aus Kolumbien, Russland und den USA importierte Deutschland in den letzten Jahren fleißig, ohne dabei allzu sehr hinter die Kulissen zu schauen. Dort sieht es laut Studie düster aus."

    http://www.klimaretter.info/protest/hintergrund/13626-das-dunkle-geschaeft-mit-den-kohle-importen

    Da kann man dann medienwirksam deutsche Kohletagebaue schliessen oder gleich ins Ausland verkaufen und so die Luftqualität verbessern....

    :)


    @ Michael Müller

    So wird´s wohl kommen, das US-Treasury wird sich freuen.

  • Die große Rechnung kommt noch, wenn findige US-Anwälte und US-Bundesstaaten erkennen, dass es hier eine goldene Gans zum Schlachten gibt! Da dürften die bisherigen Rückstellungen bei weitem nicht ausreichen...

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