Abmahnungen: Jack Wolfskin zeigt Hobbybastlern die Krallen

Abmahnungen
Jack Wolfskin zeigt Hobbybastlern die Krallen

Jack Wolfskin rechtfertigt sein Vorgehen damit, dass Kunden die selbst gemachten Handarbeiten der Abgemahnten mit der Outdoorbekleidung des Unternehmens verwechseln könnten. „Sämtliche relevanten Faktoren sprechen eindeutig für das Bestehen einer Verwechslungsgefahr“, steht in einem Schreiben der Jack-Wolfskin-Anwälte, das dem Handelsblatt vorliegt.

Das Unternehmen argumentiert zudem, es sei verpflichtet, gegen Markenrechtsverletzungen vorzugehen, da die Marke sonst geschwächt werde. „Das ist prinzipiell richtig“, sagt Rechtsanwalt Terhaag. „Aber man hätte das auch machen können, ohne zumindest ganz kleinen Händlern die Abmahnkosten aufzubürden.“

Gegenüber dem Handelsblatt erklärte Jack Wolfskin nun: „Sollte eine Abmahnung an einen Kleinstunternehmer, der nur ein oder zwei Stück verkauft hat, ausgesprochen werden, und dieser sich bei uns mit der Information melden, so wird der Fall noch einmal eingehend geprüft.“ Martina Hopf kann nun hoffen: Denn ihr beanstandetes Produkt mit aufgesticktem Pfötchen hat sie nur ein einziges Mal verkauft – an eine befreundete Hobbyschneiderin. Verdient hat sie damit vier Euro.

Anmerkung der Redaktion: Jack Wolfskin hat inzwischen mitgeteilt, keine weiteren rechtlichen Schritte gegen die abgemahnten Personen einleiten zu wollen.

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