Absätze gesteigert
Deutsche Autos in den USA gefragt wie nie

Alle deutschen Autohersteller konnten ihre Umsätze auf dem amerikanischen Markt deutlich steigern. Gerade VW und Audi konnten zulegen. Andere Hersteller konnten dem Tempo der deutschen Autobauer nicht folgen.
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New YorkVolkswagen setzt seinen guten Lauf in den USA fort. Der größte europäische Autohersteller macht der amerikanischen und asiatischen Konkurrenz mit Kampfpreisen die Kunden streitig. Im Juni stiegen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um satte 35 Prozent auf mehr als 28.400 Wagen. Besonders beliebt war wieder einmal die kompakte Limousine Jetta, die VW zu Preisen ab 16.500 Dollar plus Steuern (11.400 Euro) in den Markt drückt.

Insgesamt fuhr die Kernmarke des VW-Konzerns in den ersten sechs Monaten des Jahres mit 154.100 verkauften Wagen ihr bestes erstes Halbjahr seit 2002 ein. Im zweiten Halbjahr soll der Wachstumskurs mit dem neuen, extra für den US-Markt entwickelten Passat sowie der neuen Generation des Beetle fortgesetzt werden. Auch die Schwestermarke Audi konnte glänzen. Sie schraubte die Juni-Verkäufe um annähernd 17 Prozent auf mehr als 10.000 Wagen hoch. So viele Autos hatte Audi noch nie zu dieser Jahreszeit verkauft.

Damit liegen die Deutschen deutlich über dem Branchenschnitt. Nach einer vorläufigen Auflistung der Fachzeitschrift Automotive News vom Freitag stiegen die Verkäufe im Juni branchenweit um sieben Prozent. Allerdings fehlten noch einige Hersteller mit ihren Absatzzahlen. Im Mai hatten die Autohersteller einen Rückschlag einstecken müssen, als die Verkäufe leicht zurückgegangen waren. Hohe Benzinpreise, Sorgen über die wirtschaftliche Zukunft und Lieferschwierigkeiten der japanischen Hersteller hatten die Kauflaune getrübt.

Auch jetzt mussten Toyota und Honda Rückgänge hinnehmen; die Produktion nach dem schweren Erdbeben im März in Japan normalisiert sich erst langsam wieder. Gerade Toyota musste herbe Einbußen verzeichnen. Der Absatz im vergangenen Monat war nach Unternehmensangaben um 21,1 Prozent auf 110.900 Fahrzeuge eingebrochen. Der Konzern hatte zuletzt wiederholt Autos wegen fehlerhafter Teile zurückrufen müssen.

Dagegen verkauften die beiden Platzhirsche GM und Ford elf beziehungsweise 14 Prozent mehr Autos. Der kleinste und schwächste der drei US-Autobauer, Chrysler, überraschte mit einem Verkaufssprung von 30 Prozent. Das war vor allem der Geländewagenmarke Jeep zu verdanken.

Auch die anderen deutschen Premiumhersteller kamen gut weg. Die Marke BMW legte um 13 Prozent auf 21.600 Fahrzeuge zu. Besonders kräftig wuchs die Nachfrage nach dem Geländewagen X3. Inklusive der höchst erfolgreichen Kleinwagen von Mini stieg der Absatz sogar um 15 Prozent auf 26.900 Wagen. Erzrivale Mercedes-Benz wurde im Juni 19 Prozent mehr Personenwagen, Geländewagen und Sprinter-Transporter los und verkaufte fast 22.600 Wagen. Hier war es die E-Klasse, die brillierte. Porsches Absatz wuchs genauso schnell auf mehr als 2500 Fahrzeuge.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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