Absage
Medienbericht: Magna will Schaeffler-Continental nicht

Der Autozulieferer Magna International hat offenbar kein Interesse an der durch die Übernahme von Continental in die Bredoullie geratenen Schaeffler-Gruppe. Grundsätzlich sei Magna aber an Zukäufen interessiert.

HB FRANKFURT. "Diese Frage stellt sich nicht", sagte der Vorstandschef des weltweit viertgrößten Zulieferers, Siegfried Wolf, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Grundsätzlich sei Magna aber an Zukäufen interessiert.

Die Schaeffler-Gruppe hatte sich an dem Kauf des größeren Konkurrenten Conti verhoben. Mit der Bitte um Staatshilfe handelte sich die Eigentümerin des fränkischen Zulieferers viel Kritik ein. Aus Sicht von Wolf unberechtigterweise: "Frau Schaeffler ist keine Hasardeurin. Sie hatte zu Beginn der Übernahme von Continental eine sehr gute Strategie. Aber sie wurde dann unverschuldet ein Opfer der Finanzmarktkrise."

In Deutschland müsse auf einer "übergeordneten Ebene" von der Regierung darüber nachgedacht werden, wie die Arbeitsplätze bei Schaeffler und Continental erhalten werden könnten, sagte Wolf weiter. Die Menschen dürften nicht noch weiter verunsichert werden, sonst verlören sie den letzten Rest an Bereitschaft zum Kauf langlebiger Güter wie etwa Autos. Umfassende und dauerhafte staatliche Eingriffe in die gesamte Automobilbranche lehnt Wolf jedoch ab. "Wir brauchen keinen Förderzirkus in ganz Europa. Aber die Banken müssen wieder zu normalen Konditionen finanzieren. Den Rest regelt der Markt."

Der kanadisch-österreichische Konzern Magna International beschäftigt weltweit 80 000 Mitarbeiter, davon 11 000 in Deutschland. Laut Wolf steht der Zulieferer gut da: "Wir haben keinerlei Schulden. Unsere finanzielle Basis ist stark, auch für Zukäufe", so der Manager. Verstärken wolle sich Magna vor allem bei Techniken, die im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen benötigt würden.

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