Absatz 2005 und 2006
Billigautos treiben Renault an

Im abgelaufenen Jahr hat der französische Autobauer Renault ein paar mehr Autos verkauft als 2005. Ohne die rumänische Billigmarke Dacia hätte es aber düster ausgesehen.

HB PARIS. Renault werde sich im laufenden Jahr auf die profitabelsten Marktsegmente Privatkunden sowie kleinere und mittlere Unternehmen konzentrieren, teilte der weltweit viertgrößte Autoproduzent am Mittwoch mit. Dadurch sollten die angesichts höherer Materialkosten gesunkenen Gewinnmargen gehalten werden. Die Börsianer zeigten sich allerdings wenig überzeugt von dem Konzent. Renault-Aktien gaben im frühen Handel in einem positiven Marktumfeld nach.

Im abgelaufenen Jahr wurden den Angaben zufolge insgesamt 2,53 Mill. Fahrzeuge abgesetzt, ein Plus von 1,7 Prozent. In Europa ging der Fahrzeugabsatz dagegen um 4,1 Prozent zurück. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen dagegen dort wieder mit einem leichten Absatzanstieg. Nach Frankreich sind Spanien, Großbritannien und Deutschland die größten Märkte für Renault.

Der Absatz der Marke Renault ging 2005 um 3,7 Prozent zurück, dagegen stieg der Dacia-Absatz um 70 Prozent. Renault hält zudem die Mehrheit an dem südkoreanischen Autobauer Renault Samsung Motors und ist mit rund 44 Prozent an Nissan beteiligt.

Der Megane – ein Auto der Golf-Klasse – bleibe mit einem Marktanteil von 4,3 Prozent das am meisten verkaufte Auto in Westeuropa und liege damit vor dem Golf von Volkswagen und dem Focus von Ford.

Hauptanteil an dem für 2006 erwarteten leichten Absatzanstieg dürften nach Unternehmensangaben die Märkte außerhalb Europas haben. Positiv werde sich vor allem der neue Clio und der von der rumänischen Tochter Dacia hergestellte Logan auswirken.

Im Februar will Renaults neuer Chef, Carlos Ghosn, eine Drei-Jahres-Strategie für sein Unternehmen vorlegen. Branchenexperten rechneten damit, dass Ghosn Kostensenkungen in Höhe von 1 Milliarde Euro vorschlagen wird. Dies könnte zum Abbau von 10 Prozent aller Renault-Arbeitsplätze führen. Besonders bedroht seien die Standorte Valladolid und Sandouville.

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