Absatz
BMW fällt trotz guter Zahlen hinter Audi zurück

Die deutschen Autobauer blicken auf sehr gute Absatzzahlen: Nach Mercedes und Audi haben auch BMW und Porsche im Juli ein deutliches Absatzplus verzeichnet. Dennoch fiel die Münchener Oberklassemarke hinter Audi zurück.
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München/StuttgartWie Mercedes und Audi hat auch BMW im Juli weltweit deutlich mehr Autos verkauft. Die Münchner steigerten ihren Absatz nach Angaben von Donnerstag um 12,3 Prozent auf 152.349 Fahrzeuge. Von der Kernmarke BMW wurden knapp 128.600 Wagen verkauft, das sind 13,5 Prozent mehr.

Damit fiel der Platzhirsch der Oberklasse hinter den Rivalen Audi mit 131.300 Autos zurück. Mercedes verkaufte im Juli 116.790 Fahrzeuge. Am stärksten legten die Verkaufszahlen bei BMW in Asien und Amerika zu. Auch im krisengeschüttelten Europa, wo Audi der Konkurrenz hinterherhinkt, stieg der Absatz ebenfalls.

Angesichts der Rekordzahlen im Juli sprach BMW-Vertriebschef von einem exzellenten Start ins zweite Halbjahr und bekräftigte, dass 2013 der Absatz auf einen neuen Höchstwert steigen soll. Dazu sollen neue Modelle wie der 4er Coupe oder die Neuauflage des Geländewagens X5 beitragen. 2012 lieferte der BMW-Konzern rund um die Welt 1,85 Millionen Wagen aus. Von Januar bis Ende Juli 2013 waren es 1,1 Millionen (plus 6,8 Prozent). Das waren weitaus mehr, als die Konkurrenz vorzuweisen hatte.

Auch aus Stuttgart gibt es gute Nachrichten: Der Sportwagenbauer Porsche sieht sich nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr beim Absatz auch für den Jahresendspurt weiter auf Kurs. „Mit den Auslieferungen im Juli 2013 sind wir gut in die zweite Jahreshälfte gestartet“, erklärte Vertriebschef Bernhard Maier am Donnerstag in Stuttgart. „Jetzt setzen wir unsere Produktoffensive fort.“

Die Schwaben lieferten im Juli weltweit 13.731 Sportwagen aus – ein Plus von mehr als einem Zehntel. Lediglich in Europa ging die Zahl leicht zurück. Zuletzt hatte die schwierige konjunkturelle Lage auf dem Heimatkontinent auch Porsche zu schaffen gemacht. Der Sportwagenbauer peilt ungeachtet dessen für das Gesamtjahr neue Bestmarken an. Bereits im ersten Halbjahr hatte Porsche seine Auslieferungen um 18 Prozent gesteigert – und steuert damit 2013 auf einen Rekordabsatz zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Absatz: BMW fällt trotz guter Zahlen hinter Audi zurück"

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  • Nichts gegen Sie nur bitte vorher mal genau Informieren! Lambo wird mit eingerechnet bei Audi!

  • Ich weis nicht warum sich hier alle um MINI streiten!

    Fakt ist doch das Audi nicht nur Lambo mit einrechnet, sonder auch "Eine Konzerneigene Marke" namens Seat! Siehe dazu Seite 8 des Q2 Berichtes von Audi.

    Und solange wohl Audi Seat; Lambo und ihre Testfahrzeuge mit einrechnen darf, wird wohl BMW auch Rolls Royce und Mini mit einrechnen dürfen. Genauso wie Daimler Mercedes und Smart sowie bis vorkurzem Maybach mit eingerechnet hat in seine Verkaufszahlen!

  • Natürlich soll Audi seinen Lambo ruhig mit einrechnen, ist ja unbestrittenes Premium, zumindest was den Preis anbelangt. Es sind eh nur 4.000 Stück.
    Mini ist der Premium-Kleinwagen von BMW, wie der A1 als Premium-Kleinwagen von Audi firmiert. Bezeichnungen spielen dabei keine Rolle, man zählt ja nicht dumm Namen, sondern Fahrzeugkonzepte. Maßgeblich ist also die Produktsubstanz und da liegt der Mini Meilen vor dem Polo-Ersatz Audi A1, trotz vorhandener Schwächen.

    Auf die Stückzahl abzustellen ist eh reichlich primitiv. Maßgeblich ist letztlich der Produktmix, also der Anteil teurer zu billigeren Fahrzeugen. Der spiegelt sich in der Höhe des Umsatzes wider und da liegt BMW um schlappe 20 Mrd. € vor Audi.

    Und was dieser Tage vom Car-Institut an Durchschnittsgewinnen pro Fahrzeug veröffentlicht wurde
    ist mehr als suspekt. Audi liegt da vorne, aber wie das ermittelt wurde ist nicht nachvollziehbar, weil im Audi Gewinn auch der Gewinn aus dem erhebliche Motorengeschäft mit den Konzernschwestern sowie der Gewinn des VW-Vertriebs Italien enthalten ist. Audi weist leider keine getrennte Segmentberichterstattung in seinem Geschäftsbericht aus, wie z.B. BMW. Man kann also nicht einfach den Gewinn durch den Fahrzeugabsatz teilen um auf den Durchschnittsgewinn zu kommen. Da hat sich ein Professor wissenschaftlich etwas übernommen.

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