Absatz: Fresenius fährt 800 Millionen Dollar ein

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Fresenius fährt 800 Millionen Dollar ein

Es gbit sie doch noch, die guten Nachrichten in Zeiten der Krise. Der Medizinkonzern Fresenius etwa hat eine Anleihe platzieren können - und so 800 Millionen Dollar eingefahren. Die Finanzierung der Übernahme von APP Pharmaceuticals steht damit auf gesunden Füßen.

HB BAD HOMBURG. Die erste europäische Hochzinsanleihe seit eineinhalb Jahren ist auf großes Interesse bei den Investoren gestoßen. Der Gesundheitskonzern Fresenius stockte das Volumen des in Euro begebenen Teils der teilweise auch in Dollar begebenen vorrangigen unbesicherten Anleihe wegen der hohen Nachfrage auf 800 Mio. Dollar (606 Mio. Euro) von 650 Mio. Dollar auf. Institutionelle Investoren hatten nach Unternehmensangaben Gebote für mehr als fünf Mrd. Dollar abgegeben. „Eine Hochzinsanleihe wird aufgestockt. Ich hätte nie gedacht, dass ich das noch einmal sehen würde“, sagte ein Händler in London.

Mit der Anleihe löst Fresenius eine Zwischenfinanzierung von 650 Mio. Dollar für die Übernahme der US-Pharmafirma APP ab. Nun bleibt auch noch Geld für die Rückzahlung von anderen Schulden.

Der Euro-Teil der Anleihe ist nun 275 Mio. statt der zunächst geplanten 200 Mio. Euro schwer. Die Tranche rentiert mit 10,25 Prozent am unteren Rand der erwarteten Spanne, die bis 10,5 Prozent reichte. Für den 500 Mio. Dollar schweren Bond ergibt sich eine Rendite von 10,5 Prozent. Beide Tranchen laufen bis 2015 und sind nicht vorzeitig kündbar. Mit der Transaktion war die Deutsche Bank federführend beauftragt, mit im Boot sind zudem JP Morgan, Credit Suisse und BNP Paribas.

Mit einer Flut weiterer Hochzinsanleihen sei trotz des Erfolgs von Fresenius nicht zu rechnen, sagten Investoren. „Der Markt wird extrem anspruchsvoll sein“, sagt Robin Creswell von Payden & Rygel Global Ltd. Der Klinikbetreiber und Blutwäsche-Spezialist sei als ein von Konjunkturzyklen weitgehend unabhängiges Unternehmen bei den Investoren besonders beliebt und nicht als Türöffner für den Hochzinsmarkt zu sehen, sagten Händler. Das Rating für die Ramsch-Anleihen von Fresenius ist nur eine Stufe vom „Investment-Grade“ entfernt.

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