Absatz
LKW-Bauer Volvo voll von Konjunkturkrise erwischt

Der Lastwagenbauer Volvo ist im zweiten Quartal stärker von der Konjunkturkrise erwischt worden als erwartet. Für das dritte Quartal stellte Unternehmenschef Leif Johansson in Stockholm ein weiterhin schwieriges Marktumfeld in Aussicht.
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HB STOCKHOLM. Der Lastwagenbauer Volvo ist im zweiten Quartal stärker von der Konjunkturkrise erwischt worden als erwartet. Für das dritte Quartal stellte Unternehmenschef Leif Johansson am Dienstag in Stockholm ein weiterhin schwieriges Marktumfeld in Aussicht. Ziel sei es, Lagerbestände abzubauen und Kosten weiter zu verringern. Zuversichtlich stimme ihn aber die Marktentwicklung. Die Aufträge hätten zum Jahreswechsel und in den ersten drei Monaten ihren Tiefpunkt erreicht, sagte Johansson. Seitdem scheine der Nachfragerückgang ein Ende gefunden zu haben, der Markt habe sich auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Zwischen April und Ende Juni fuhr der weltweit zweitgrößter LKW-Hersteller einen operativen Verlust von 6,9 Mrd. schwedische Kronen (630 Mill. Euro) ein. Analysten hatten im Schnitt 4,7 Mrd. Kronen geschätzt. Vor einem Jahr hatte Volvo noch einen Gewinn von 7,2 Mrd. Kronen erwirtschaftet. Analyst Hampus Engellau zeigte sich von Umsatz und Gewinn enttäuscht. Der Cash Flow habe jedoch die Erwartungen übertroffen. Der weltweite Konjunktureinbruch zwingt LKW-Bauer dazu, ihre Produktionskapazitäten drastisch herunterzuschrauben.

Volvo stellt LKW unter den Namen Volvo, Renault, Mack, Nissan Diesel und Eicher her. Die Aufträge hätten sich insgesamt halbiert, hieß es. In Europa seien die Bestellungen sogar um 59 Prozent gesunken. Besonders in den Kernmärkten Europa, Nordamerika und Japan sei das Geschäft schwach gewesen, sagte Johansson. Für das Gesamtjahr stellen die Schweden eine Halbierung des europäischen LKW-Marktes in Aussicht. In den Vereinigten Staaten dürfte der Markt um 30 bis 40 Prozent schrumpfen.

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