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Merck hält an Wachstumszielen fest

Der Pharma- und Chemie-Konzern Merck hält trotz Rückschlägen in der Wirtschaftskrise an seinen Wachstumszielen fest.

HB DARMSTADT. Der Pharma- und Chemie-Konzern Merck hält trotz Rückschlägen in der Wirtschaftskrise an seinen Wachstumszielen fest. Man plane in allen Geschäftsfeldern Zukäufe und werde das angestrebte Umsatzwachstum von bis zu fünf Prozent im Jahr 2009 erreichen, sagte Vorstandschef Karl-Ludwig Kley der "Wirtschaftswoche" (Montag). Daher sei auch kein Personalabbau geplant.

Laut Kley entwickelten sich die Umsätze in den einzelnen Sparten sehr unterschiedlich. "Alle Chemikalien, die wir etwa für Labore oder Nahrungsmittel herstellen, laufen gut. Alles, was in Kosmetika oder in Autolacke hineingeht, etwa unsere Pigmente, leidet am Markt. Bei unseren Flüssigkristallen hatten wir im November einen Einbruch, weil die TV-Hersteller nicht mehr geordert und erst mal die Läger abgebaut haben. Die sind jetzt leer geräumt, es wird wieder bestellt. Die Nachfrage nach LCD-Fernsehern ist unvermindert stark."

IM Pharmabereich Laufen VOR Allem Rezeptfreie Medikamente GUT

Im Pharmabereich liefen vor allem rezeptfreie Medikamente gut, berichtete der Merck-Chef. Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Präparaten laufe weltweit auch ordentlich. "Schwierig ist es immer dann, wenn die Patienten teure Leistungen privat bezahlen müssen." Das betreffe beispielsweise Medikamente zur künstlichen Befruchtung.

Zuletzt hatte sich die EU-weite Zulassung des Präparats Erbitux als Medikament zur Behandlung von Lungenkrebs verzögert. Man werde dennoch bereits 2011 damit einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielen, meinte Kley. "Erbitux ist ein Medikament, das bereits bei Darmkrebs und Kopf-Hals-Tumoren zugelassen ist. Lungenkrebs ist ein weiteres Anwendungsgebiet. Ich gestehe, dass uns die Entscheidung überrascht hat." Nach dem Einspruch des Unternehmens rechne er mit einer Entscheidung der europäischen Zulassungsbehörde im Frühjahr.

Im zweiten Quartal hatte Merck einen drastischen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Das operative Ergebnis (Ebit) fiel im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 42,4 Prozent auf 184,5 Mill. Euro. Unter dem Strich brach das Ergebnis von Merck um 47,7 Prozent auf 108,5 Mill. Euro ein. Der Umsatz stagnierte bei 1,9 Mrd. Euro.

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