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Milder Winter bringt Absatzeinbruch für Eon Hanse

Der milde Winter hat bei dem norddeutschen Energieversorger Eon Hanse einen erheblichen Absatzeinbruch nach sich gezogen.

dpa-afx QUICKBORN. Der milde Winter hat bei dem norddeutschen Energieversorger Eon Hanse einen erheblichen Absatzeinbruch nach sich gezogen. In den ersten drei Monaten gabe sich der Gasverkauf um rund 20 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres reduziert, sagte Vorstand Dirk Rüggen am Freitag in Quickborn mit. Für das Gesamtjahr sei mit einem Rückgang von rund zehn Prozent zu rechnen.

Das ehrgeizige Investitionsprogramm des Regionalversorgers, der rund 1,3 Millionen Kunden in Norddeutschland mit Strom und Gas beliefert, soll dennoch nicht eingeschränkt werden. "Wir werden keine Abstriche an der Versorgungssicherheit machen", sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Jakob Tiessen. Nach 169 Mill. Euro im Vorjahr werde Eon Hanse im laufenden Jahr 162 Mill. Euro in den Ausbau der Strom- und Gasnetze investieren.

2006 MIT Weniger Gewinn

Das Tochterunternehmen des Eon-Konzerns hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss reduzierte sich von 95 auf 63 Mill. Euro. "Angesichts staatlicher Eingriffe, steigender Bezugskosten und zunehmenden Wettbewerbs auf den Energiemärkten müssen wir mit diesem Ergebnis zufrieden sein", sagte Tiessen. Der Umsatz des Unternehmens stieg wegen höherer Preise von 2,65 auf 3,01 Mrd. Euro. Damit bleibt eine Umsatzrendite nach Steuern von lediglich zwei Prozent. Um die Gewinnsituation zu verbessern, sollen rund 45 Mill. Euro Sachkosten jährlich eingespart werden. Rund drei Viertel des Umsatzes gibt Eon Hanse für Energielieferungen aus, reicht sie also direkt an Öl- und Gaserzeuger weiter.

Bei der Debatte um die Strom- und Gaspreise ist etwas Beruhigung eingetreten, seitdem Eon Hanse die Gaspreise in zwei Schritten etwas abgesenkt haben. "Damit zeigt sich, dass die Bindung der Gaspreise an die Ölpreise in beide Richtungen funktioniert", sagte Tiessen. Über die weitere Entwicklung im Laufe des Jahres könne jedoch noch keine Aussage getroffen werden.

Eon Hanse Sieht Wettbewerb Gelassen

Dem zunehmenden Wettbewerb auf den Energiemärkten fühlt sich Eon Hanse gewachsen. "Unsere Preise und Produkte sind voll wettbewerbsfähig", erklärte der Vorstandschef. So seien von den knapp 500 000 Gaskunden in Hamburg lediglich 3 000 zum Wettbewerber Nuon gewechselt. Der Erdgasabsatz erhöhte sich im vergangenen Jahr wegen des kalten Winters um drei Prozent auf 41 834 Gigawattstunden, während der Stromabsatz leicht auf 11 832 Gigawattstunden zurückging. Ursache dafür seien rückläufige Lieferungen an Stadtwerke.

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