Absatz um fast zehn Prozent gesteigert
BMW hängt Mercedes ab

Der Autobauer BMW hat seinen Absatz im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent gesteigert und damit erstmals seit zwölf Jahren den ewigen Konkurrenten Mercedes wieder hinter sich gelassen. Auch ins laufende Jahr blickt BMW zuversichtlich.

HB DETROIT. 2005 seien 1,328 Mill. Fahrzeuge ausgeliefert worden, 9,9 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte BMW am Montag auf der Automesse in Detroit mit. Damit sehen sich die Bayern als Weltmarktführer im Premium-Segment. Die Mercedes Car Group verkaufte im selben Zeitraum 1,221 Millionen Fahrzeuge.

Zulegen konnte BMW im vergangenen Jahr bei allen drei Konzernmarken. Die Stammmarke BMW verbesserte den Absatz um gut zehn Prozent auf knapp 1,13 Mill. Auslieferungen. Die Marke Mini konnte um rund neun Prozent auf 200 400 verkaufte Autos zulegen. Bei Rolls-Royce konnte BMW den Absatz zwar leicht von 792 auf 796 verkaufte Luxus-Limousinen steigern. Damit liegt die Marke aber weiter unter dem ursprünglichen Ziel von 1000 Verkäufen im Jahr.

Für das laufende Jahr äußerte sich Konzernchef Helmut Panke ebenfalls zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass die BMW Group auch im Geschäftsjahr 2006 auf dem Wachstumspfad bleiben wird. Wir streben deshalb an, beim Absatz weiter zuzulegen und in diesem Jahr einen neuen Spitzenwert zu erreichen.“

Ertragszahlen nannte BMW noch nicht. Während der Absatz dank neuer Modelle boomt, steht der Gewinn wegen des Preisdrucks und hoher Rohstoffkosten unter Druck. Daher hat BMW trotz der Absatzzuwächse für 2005 nur einen Gewinn in etwa auf Vorjahreshöhe angekündigt. Dies kann auf einen leichten Gewinnrückgang hinauslaufen.

Beflügelt wurde der Absatz von BMW im vergangenen Jahr durch starke Zuwächse bei der neuen Generation der volumenstarken 3er-Reihe. Seit dem Start im März 2004 seien von der Baureihe 229 900 Einheiten ausgeliefert worden, teilte BMW mit. Das hat 17 Prozent des Gesamtabsatzes entsprochen.

Die 5er-Reihe habe einen Verkauf nahezu auf Vorjahresniveau von 228 400 (229 600) Einheiten verzeichnet. Die 7er-Reihe sei 50 100 (47 700) mal verkauft worden. Das kräftigste Plus habe der X3 mit 20 Prozent auf 110 700 Stück verzeichnet. BMW betonte, dass der größere X5 unter dem Erfolg des kleineren Bruders nicht gelitten habe. Im sechsten Jahr nach Einführung ging der Absatz nur leicht auf 101 500 verkaufte Autos zurück. Einen Einbruch gab es dagegen beim Roadster Z4. Die Zahl der Auslieferungen sank um ein Viertel auf 28 900 Verkäufe.

Wichtigster Markt waren für BMW im vergangenen Jahr erneut die USA mit einem Absatzplus in der Gruppe von knapp vier Prozent auf 307 000 Auslieferungen. In Deutschland stieg der Absatz um gut vier Prozent auf 295 500 verkaufte Autos.

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