Absatz- und Umsatzplus
Audi hat Rekordziel im Visier

Der Autohersteller Audi hat sein Rekordziel für dieses Jahr fest im Blick. Deutliche Zuwächse bei den Modellen A3 und A6 haben der VW-Tochter bereits in den ersten vier Monaten des Jahres zu höheren Umsätzen und Verkaufszahlen verholfen.

HB NECKARSULM. „Das Jahr 2005 hat sehr gut begonnen für Audi“, sagte Audi-Chef Martin Winterkorn am Mittwoch vor rund 300 Aktionären auf der Hauptversammlung im schwäbischen Neckarsulm. Von Januar bis April steigerte Audi seinen Umsatz um rund fünf Prozent auf 8,6 Mrd. €. Der Absatz der Marke Audi lag weltweit mit 269 750 Fahrzeugen 4,2 % über Vorjahr. Impulse erwartet sich Audi von der fünftürigen A3-Variante Sportback, den neuen A4-Modellen und dem im März eingeführten A6 Avant.

„Die Verkaufszahlen des Nachfolgers stimmen uns an dieser Stelle mehr als optimistisch für das laufende Jahr“, sagte Winterkorn über den A6-Kombi. Auf den wichtigen Auslandsmärkten wie den USA rechnet Audi mit einer Fortsetzung des aggressiven Preiskampfs. Daran wolle sich die VW-Tochter mit Zurückhaltung beteiligen.

„Wir wollen dem Rekordjahr 2004 ein Rekordjahr 2005 hinzufügen“, sagte Winterkorn. Die Ingolstädter erwarten einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und Absatz, der Gewinn vor Steuern soll in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. „Unser Ziel, den jährlichen Absatz mittelfristig auf mehr als eine Million Audi-Fahrzeuge zu erhöhen, haben wir dabei fest im Auge“, sagte Winterkorn. Ein Sprecher sagte, die Millionenschwelle solle weiter 2008 erreicht werden. „Das hängt aber stark von China und USA ab“, schränkte er ein. 2004 hatte Audi den Konzernumsatz um 4,7 % auf 24,5 Mrd. € gesteigert. Der Gewinn vor Steuern war um 3,7 % auf 1,14 Mrd. € geklettert.

Deutliche Absatzzuwächse verzeichnete der Autobauer bis Ende April in Großbritannien, Spanien, Frankreich und Belgien. In Deutschland legte der Absatz um 3,6 % auf 77 973 Fahrzeuge zu. „Diese Entwicklung in unserem Heimatmarkt gegen den allgemeinen Trend ist ein deutlicher Beweis für die Stärke und Attraktivität unserer Marke“, sagte Audi-Chef Winterkorn. In den USA setzte das Unternehmen in den ersten vier Monaten 24 037 Fahrzeuge ab, ein Minus von 0,5 %. Audi sehe sich aber mit neuen Modellen gerüstet, das angestrebte qualitative Wachstum in Nordamerika fortzusetzen. In China rechnet Audi 2005 nur mit einem stagnierenden Absatz.

Aktionärsvertreter lobten zwar die Geschäftsentwicklung der Ingolstädter, bemängelten aber die in ihren Augen „völlig unzureichende Dividende“. Audi führt über die Dividende einen Löwenanteil des Gewinns an die Konzernmutter VW ab, die gut 99 % an der börsennotierten Tochtergesellschaft hält. „Die Dividende sollte von der VW-Dividende abgekoppelt werden. Wir sind doch zum Glück Audi-Aktionäre“, sagte ein Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Erneut forderten Aktionäre, den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit VW zu kündigen. „Der Vorstand der Audi AG war und ist der Meinung, dass eine Kündigung des Vertrags nicht im Interesse des Unternehmens liegt“, bekräftigte Finanzvorstand Rupert Stadler. Europas größter Autobauer VW hatte zuletzt nur dank Einsparungen seinen Gewinn gesteigert.

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