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Vossloh verdient an Renaissance der Schiene - Spartenverkauf stützt

Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh ist auf gutem Weg zu einem erfolgreichen Jahr. Nicht nur im laufenden Geschäft läuft es derzeit glänzend, wie die Zahlen zum zweiten Quartal zeigten. Der Verkauf des Gleisbaus wird das Jahresergebnis zusätzlich treiben.

dpa-afx WERDOHL. Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh ist auf gutem Weg zu einem erfolgreichen Jahr. Nicht nur im laufenden Geschäft läuft es derzeit glänzend, wie die Zahlen zum zweiten Quartal zeigten. Der Verkauf des Gleisbaus wird das Jahresergebnis zusätzlich treiben. Aus heutiger Sicht sei mit einem Buchgewinn von 42 Mill. Euro zu rechnen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Werdohl mit. Das operative Ergebnis des Gleisbaus für das gesamte Jahr 2008 stehe indes dem neuen Besitzer zu. Es wird allgemein erwartet, dass Vossloh den Verkauf im dritten Quartal abschließt.

Entsprechend dem Zufluss hoben die Sauerländer ihre Prognose für den Jahresgewinn an von bislang 91 auf 128 Mill. Euro. Angesichts der wegfallenden Sparte soll der Umsatz jetzt aber nur noch bei 1,126 Mrd. Euro liegen und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei 131 Mill. Euro. Ein Börsianer sprach von einem - bereinigt um den Gleisbau - angehobenen Ausblick und starken Quartalszahlen. Die Aktie stieg bis zum Mittag um 9,42 Prozent auf 81,30 Euro.

Renaissance DER Schiene

Im verbliebenen Geschäft verzeichnete Vossloh von April bis Juni einen Umsatzzuwachs von 270 auf 303 Mill. Euro. Erwartet hatten die acht von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten lediglich 281 Mill. Euro. Das Ebit stieg von 32,9 auf 35,9 Mill. Euro (Prognose 32,2 Mill. Euro). Unterm Strich verdiente der Konzern 26,9 nach 20,1 Mill. Euro (Prognose 21,6 Mill. Euro).

Vossloh profitiert seit einiger Zeit von der Renaissance der Schiene. Das Unternehmen fertigt einerseits Weichen und Schienenbefestigungen, andererseits Diesellokomotiven und Nahverkehrstechnik. Besonders aus China kamen zuletzt große Aufträge für Hochgeschwindigkeitsstrecken. Von Januar bis Juni machte Vossloh mehr als ein Viertel seines Geschäfts außerhalb Europas und näherte sich damit seinem Ziel von 30 Prozent an.

ERLÖS FÜR Gleisbau Soll ZUKÄUfen Dienen

Vom Gleisbau - offizieller Name Vossloh Infrastructure Services (VIS) - hat sich Vossloh getrennt, weil die Dienstleistungssparte nicht recht in den Industriekonzern passte und zudem kaum international ausbaufähig war. Sie macht ihr Geschäft fast ausschließlich in Frankreich. Neuer Besitzer ist dann auch der französische Baukonzern Vinci , der 150 Mill. Euro zahlte.

Der Gleisbau erzielte zuletzt mit rund 1 500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von gut 210 Mill. Euro. Den Verkaufserlös will Vorstandschef Werner Andree in die geplanten Zukäufe stecken: "Der Verkauf von VIS vergrößert unseren Spielraum für Akquisitionen noch einmal erheblich." Doch auch organisch will Vossloh weiter wachsen: 2009 peilt der Konzern nun einen Umsatz von 1,175 Mrd., ein Ebit von 137 Mill. und einen Überschuss von 91 Mill. Euro an.

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