Absatz während Verkaufsdebatte
Chrysler-Zukunft macht Händler nervös

Auch wenn Chrysler für die vergangenen drei Monate glänzende Absatzzahlen für den außeramerikanischen Markt vorlegt, so könnte sich dieser Trend bald wieder umkehren. Denn die gegenwärtige Verkaufsdebatte um die Daimler-Tochter bringt vor allem die Händler und Vertriebsmanager in Schwierigkeiten.

HB NEW YORK. Die Chrysler Group hat den Absatz außerhalb Nordamerikas in den ersten drei Monaten dieses Jahres kräftig erhöht. Chrysler steigerte den Verkauf gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 13 Prozent auf 52 570 Autos. Dies hat die amerikanische DaimlerChrysler-Sparte am Donnerstag bekannt gegeben.

Chrysler verkaufte im März dabei 18 Prozent mehr und verbuchte einen Rekordabsatz von 22 375 Autos. Der Auslandsabsatz mache momentan acht Prozent des Gesamtverkaufs aus, erklärte die Gesellschaft. Das Geschäft außerhalb Nordamerikas spiele eine Schlüsselrolle im Erholungsplan von Chrysler, betonte der Auslandsverkaufschef Thomas Hausch. Er sieht ein großes Potenzial, um neue Kunden zu erreichen.

Dagegen hatte die im heimischen Markt schwer angeschlagene Chrysler Group in den USA im ersten Quartal 2007 einen Verkaufsrückgang von vier Prozent auf 537 000 Einheiten verbucht.

Unterdessen sorgt der drohende Verkauf von Chrysler im Management und unter Händlern des US-Autobauers für Unruhe. „Es wäre dumm, wenn ich sagen würde, dass das überhaupt keine Auswirkungen hat“, sagte Vertriebsmanager Stephen Landry am Mittwoch (Ortszeit) auf der Automobilmesse in New York. „Natürlich ist das so, aber das ist eine einmalige Situation und kommt hoffentlich nicht häufig vor“, fügte er an. Chef-Produktentwickler Frank Klegon räumte ein: „Es gibt immer ein wenig Angst auf persönlicher Ebene. Aber die Produktplanung läuft weiter. Es gibt eine Menge Zukunft.“

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche hatte am Mittwoch auf der Hauptversammlung zum ersten Mal Gespräche mit potenziellen Käufern für Chrysler eingeräumt. Erste Gebote liegen Berichten zufolge vom kanadischen Zulieferer Magna sowie von den Finanzinvestoren Blackstone und Cerberus vor. Klegon wollte keine Präferenz für einen Käufer nennen. „Was ich erwarte, ist ein Partner, der in diese Firma auf langfristiger Basis weiter investiert und Chrysler stärker macht“, sagte er nur.

Die Verunsicherung unter den Chrysler-Händlern versuchen die Manager zu beruhigen. „An den Marken ändert sich nichts, und an den Produkten ändert sich nichts“, sagte Landry. „Unsere guten Händler wissen, dass wir Chrysler, Dodge und Jeep noch für sehr lange Zeit verkaufen werden.“ Trotz eines Absatzrückgangs um acht Prozent im März habe Chrysler die internen Verkaufsziele erfüllt.

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