Absatzboom auf US-Automarkt im Juli - Einbruch bei VW
Deutsche Autohersteller behaupten sich

Für die deutschen Autobauer läuft es derzeit fast durch die Bank wieder etwas besser. Der Aufschwung am heimischen Automarkt hat sich im Juli fortgesetzt. Und mit Ausnahme von Volkswagen haben sie auch vom Nachfrageboom auf dem wichtigen US-Markt profitiert.

HB DETROIT/HAMBURG. Im vergangen Monat seien 272 000 Fahrzeuge neu angemeldet worden, zwei Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Verband der Autoindustrie (VDA) am Mittwoch in Frankfurt mit. Nach dem vierten Monats-Anstieg in Folge erwägen führende Marktforschungsunternehmen, ihre Absatzprognose für das laufende Jahr anzuheben. Der Branchenverband VDA hatte seine Erwartungen für das Gesamtjahr bereits nach einer starken ersten Jahreshälfte auf 3,3 (vorher: 3,25) Mill. leicht erhöht. Im vergangenen Jahr waren 3,27 Mill. Neufahrzeuge abgesetzt worden.

„Trotz vielfältiger Verunsicherungen - auch in der Automobilindustrie - ist die Bereitschaft zur Anschaffung langlebiger Verbrauchsgüter leicht gestiegen“, begründete der Branchenverband seine Einschätzung. Von Januar bis Juli summierten sich die Neuanmeldungen auf 1,97 Mill. Fahrzeuge, eine Steigerung um zwei Prozent. Stärker als die Verkaufszahlen steigerte die Branche die Produktion im Juli. Mit 427 000 Autos liefen sechs Prozent mehr Pkw und Kombi von den Fertigungsbändern. Der Export legte um drei Prozent auf 316 100 Einheiten zu.

Deutsche Hersteller hätten den Verkauf dank neuer Modelle überdurchschnittlich gesteigert, gab der VDA bekannt. Während sich ihr Absatz einschließlich der Konzernmarken um vier Prozent erhöhte, verringerte er sich bei ausländischen Marken um drei Prozent. Der Marktanteil der deutschen Autobauer sei dadurch auf 71 % gestiegen.

Marktforscher kündigten an, ihre Absatzprognosen für das Gesamtjahr anheben zu wollen. „Wir werden nach diesem positiven Ergebnis auch Richtung 3,3 Mill. (Neuzulassungen) gehen“, sagte Ulrich Winzen von R.L. Polk Marketing Systems. Bisher rechnet das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen mit einer Stagnation der Neuzulassungen bei 3,27 Mill. Einheiten.

Der Geschäftsführer der Leverkusener Unternehmens B&D-Forecast, Ferdinand Dudenhöffer, sagte: „Der Markt scheint sich Stück für Stück zu stabilisieren.“ Der Anstieg der Neuregistrierungen im Juli sei ein gutes Zeichen. „Wir überlegen, ob wir unsere Prognose in den Wochen vor der IAA anpassen“, fügte Dudenhöffer hinzu. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Mitte September in Frankfurt wollen die Autohersteller die Nachfrage abermals mit zahlreichen neuen Automodellen ankurbeln.

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