Absatzboom geht weiter
Audi will 10.000 Mitarbeiter einstellen

Audi will die Erforschung von Elektroantrieben und Leichtbau mit immensen Investitionen vorantreiben. Bis 2020 soll zudem die Zahl der Beschäftigten auf rund 70.000 steigen.
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MünchenDer Ingolstädter Autobauer Audi will angesichts der weltweit hohen Nachfrage nach deutschen Luxusautos in den nächsten Jahren 10.000 neue Mitarbeiter einstellen. „Bis Ende des Jahrzehnts wird die Zahl unserer Beschäftigen von 60.000 auf rund 70.000 steigen“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler am Donnerstag auf einer Autokonferenz am Münchner Flughafen. Um die Erforschung von Elektroantrieben und Leichtbau voranzutreiben, will die Volkswagen-Tochter zudem viel Geld in die Hand nehmen. „Wir werden bis 2015 über elf Milliarden Euro investieren“, kündigte Stadler an.

Der derzeitige Absatzboom in der Branche wird nach Einschätzung von Stadler weiter gehen, unter anderem wegen des Wachstums in neuen Märkten. Der weltweite Automarkt, auf dem derzeit etwa 60 Millionen Fahrzeuge pro Jahr verkauft werden, werde in den kommenden 15 Jahren um rund 60 Prozent auf 85 bis 90 Millionen Fahrzeuge zulegen, sagte Stadler voraus. „Das Premiumsegment wird dabei überproportional wachsen.“ Deutsche Hersteller wie Audi, BMW und Mercedes wachsen derzeit besonders in Schwellenländern wie China rasant, wo luxuriös ausgestattete Limousinen aus Deutschland bei der wachsenden Oberschicht als Statussymbole hoch im Kurs stehen.

BMW und Audi legten zudem auch in etablierten westlichen Märkten wie Deutschland und den USA deutlich zu und erzielten im ersten Quartal so viel Gewinn wie lange nicht. BMW fuhr im Autogeschäft eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 11,9 Prozent ein, Audi von 10,6 Prozent. Im ersten Halbjahr habe Audi eine „gut zweistellige“ Ebit-Marge erreicht, sagte Stadler und bekräftigte, langfristig eine Rendite von acht bis zehn Prozent anzustreben. „Es wird aber auch Phasen geben, wo wir besser sein werden - das wird in diesem Jahr der Fall sein“, sagte Stadler.

Der Münchner Konkurrent BMW hatte am Dienstag seine Prognose für 2011 angehoben und dabei ebenfalls in Aussicht gestellt, im laufenden Jahr eine Ebit-Marge von mehr als zehn Prozent zu erreichen. Ob Audi - wie BMW - auch seine Absatzprognose anheben will, ließ Stadler offen. Sein Team sei derzeit dabei, die Halbjahresbilanz fertigzustellen, sagte der Firmenchef und bekräftigte, 2011 auf jeden Fall wie anvisiert mehr als 1,2 Millionen Autos verkaufen zu wollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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