Absatzeinbruch
Mühsamer US-Markt für deutsche Autobauer

BMW, Porsche, Daimler - die deutschen Autohersteller haben große Probleme auf dem wichtigen US-Markt. Der Absatzeinbruch hat sich beschleunigt.

HB BERLIN. Die Autobauer mussten im April noch stärkere Rückgänge hinnehmen als im Monat zuvor, entdecken aber dennoch erste Anzeichen für eine Stabilisierung. "Branchenweit fühlte sich der April eher wie ein Trockengebiet an als wie ein Frühlingsgarten", erklärte Jim O'Donnell, der BMW-Präsident für Nordamerika am Freitag. "Aber wenigstens sehen wir Verbesserungen gegenüber dem finsteren Jahresanfang." Auch die japanische Konkurrenz litt unter der weiter schwindenden Nachfrage. Lediglich der US-Autokonzern Ford meldete eine Verlangsamung seines Absatzrückgangs auf 31,6 Prozent nach 41 Prozent im März.

BMW schlug im April in den USA 38,4 Prozent weniger Fahrzeuge los als im selben Monat des Vorjahres. Dies waren gut 12 000 Stück weniger. Der Rückgang ohne die Marke Mini fiel mit 41,3 Prozent noch deutlicher aus. Im März hatten die Münchner den Einbruch noch auf 22,9 Prozent beschränkt.

Porsche verkaufte in den USA mit 1 853 Fahrzeugen 35,3 Prozent weniger als im April 2008, nach einem Minus von 27 Prozent im März. Der Sportwagenhersteller schlug dennoch einen vorsichtig optimistischen Ton an. Der April sei der beste Monat seit Anfang des Jahres gewesen, erklärte das Unternehmen. Zudem setze Porsche seine Hoffnungen darauf, dass der wirtschaftliche Druck etwas nachlasse und das Verbrauchervertrauen zurückkehre. Daimler meldete in den USA für seine Marke Mercedes Benz einen Absatzrückgang von 28,1 Prozent nach 23 Prozent im März. Der Stuttgarter Konzern verkaufte knapp 14 600 Fahrzeuge nach rund 20.300 im April vergangenen Jahres.

Der japanischen Konkurrenz erging es nicht besser. Weltmarktführer Toyota setzte im April mit 126 000 Stück knapp 42 Prozent weniger ab als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Im März war das Geschäft um 36,6 Prozent geschrumpft. Der Absatzeinbruch beim Renault-Partner Nissan hielt sich in den USA und Kanada mit 37,8 Prozent auf 47 200 Fahrzeuge fast exakt auf dem Niveau des Vormonats.

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