Absatzkrise
Autobauer Ford steckt in der Klemme

Angesichts der geplanten Fusion von Chrysler und General Motors will Ford Stärke demonstrieren und die Krise allein überstehen. Doch der Konzern steht dabei vor einer ganzen Reihe von Problemen.

FRANKFURT. Eine mögliche Notfusion von Chrysler und General Motors (GM) bringt den Erzrivalen Ford unter Zugzwang. Der angeschlagene US-Autokonzern würde wie kein zweiter Hersteller die Auswirkungen eines Zusammenschlusses auf dem amerikanischen Automarkt zu spüren bekommen. Vorsorglich meldete der Autobauer aus Dearborn bereits ebenfalls Ansprüche auf Staatshilfe an, falls die Fusion der beiden Konkurrenten mit Darlehen der US-Regierung abgesichert werden sollten.

Im Gegensatz zum verzweifelten Flirt der beiden US-Konkurrenten halten sich die Ford-Manager aber weiter für stark genug, aus eigener Kraft durch die schwere Branchenkrise zu kommen. "Ford kann es allein schaffen", glaubt auch Autoanalyst Kevin Tynan von Argus Research. Doch die Nummer zwei unter den US-Autobauern steht vor vielen Problemen.

Wie Chrysler und GM bekommt auch Ford den massiven Einbruch auf dem US-Automarkt drastisch zu spüren. Im Oktober brach der Absatz des Unternehmens erneut mit einem Minus von 30 Prozent zweistellig ein und zwingt den Hersteller im vierten Quartal zu weiteren Produktionskürzungen.

Die US-Hersteller stecken derzeit in der schwersten wirtschaftlichen Krise ihrer Geschichte. Eine restlos verfehlte Modellpolitik, übertüncht durch nicht finanzierbare Rabattschlachten, steigende Spritpreise, tiefrote Zahlen sowie eine deutlich schwierigere Refinanzierung in Zeiten der Finanzkrise drücken die Autobauer zusehends an die Wand. Die meisten Analysten rechnen damit, dass Ford bei der Vorlage seiner Ziffern für das dritte Quartal am morgigen Freitag erneut einen substanziellen Milliardenverlust ausweisen wird. Konzernchef Alan Mulally hatte schon im Sommer seinen Plan kassieren müssen, im kommenden Jahr wieder mit dem Konzern in die Gewinnzone zurückzukehren.

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