Absatzmarkt
Autobauer hoffen auf Wende zum Jahreswechsel

Die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Daimler hoffen auf eine Erholung des Absatzmarkts zum Jahreswechsel. Das sagten die Chefs der drei Autohersteller, Rupert Stadler, Norbert Reithofer und Dieter Zetsche, auf dem Genfer Autosalon. Bis dahin werden die Unternehmen weitere Einschnitte aber wohl kaum vermeiden können.

HB GENF. Daimler hofft auf eine Erholung der Märkte zum Jahresende. Ab 2010 könnte es dann wieder Verbesserungen beim Absatz geben, sagte der Daimler-Chef Dieter Zetsche am Dienstag auf dem Autosalon in Genf. Die ersten Impulse erwarte er sich von den Wachstumsmärkten und China. Aufgrund der Menge müssten aber auch die volumenstarken Märkte, vor allem in den USA und Westeuropa, wieder anspringen.

Auch nach Ansicht von Audi-Chef Rupert Stadler könnte die Autobranche Anfang 2010 die Talsohle durchschritten haben. Er hoffe Ende 2009 auf "Licht am Ende des Tunnels", sagte Stadler. BMW-Chef Norbert Reithofer gab sich etwas pessimistischer. Mit einer Besserung der Lage rechnet er erst 2010. "Aber die Erholung wird sehr langsam sein."

Gegenwärtig kämpft BMW mit schwachen Verkaufszahlen und prüft zusätzliche Kurzarbeit für seine Werke. "Wir sind derzeit in weiteren Gesprächen mit den Betriebsräten, auch nach dem März Kurzarbeit zu fahren", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Dienstag auf dem Genfer Autosalon. Im Februar habe sich der Absatz ähnlich schwach entwickelt wie im Januar, als die Verkaufszahlen um rund ein Viertel eingebrochen waren.

BMW will den bisherigen Planungen zufolge im Februar und März rund 38 000 Fahrzeuge weniger bauen als ursprünglich geplant. Von Kurzarbeit betroffen sind derzeit rund 27 000 Mitarbeiter an den Standorten Dingolfing, Regensburg, München, Landshut und Berlin.

Um Kosten zu sparen, werde BMW die Zahl der festen Mitarbeiter in diesem Jahr wahrscheinlich nochmals um rund 1 000 zurückfahren, sagte Reithofer. Betriebsbedingte Kündigungen oder weitere Abfindungsprogramme seien aber kein Thema. Wenn abgebaut werde, dann nur auf dem Weg, dass frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. Die vor kurzem genannte Zahl von bis zu 3 300 zusätzlich wegfallenden Stellen bei BMW sei zu hoch gegriffen gewesen.

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