Absatzplus
SABMiller profitiert vom Bierdurst Afrikas

Die stagnierende Nachfrage in Industrieländern und höhere Kosten für Biergerste zwingen die Brauer auf die Märkte der Schwellenländer. SABMiller ist dort präsenter als die Konkurrenz. Das macht sich jetzt bezahlt.
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LondonDer britische Brauereikonzern SABMiller profitiert vom Bierdurst in den Schwellenländern. Dank einer stetig steigenden Nachfrage auf Märkten Lateinamerikas, Asiens und Afrikas stieg der Bierabsatz auf vergleichbarer Basis im ersten Quartal um drei Prozent, wie der weltweite Branchenzweite am Donnerstag mitteilte.

SABMiller gelang es, den schleppenden Verkauf seiner Marken wie Pilsner Urquell, Grolsch und Peroni in Europa und Nordamerika wettzumachen. Allein in Afrika legte der Bierabsatz um 13 Prozent zu. In Nordamerika, wo SABMiller mit dem Joint Venture MillerCoors präsent ist, gaben die Verkäufe an Einzelhändler hingegen um 2,4 Prozent nach.

Beim im vergangenen Jahr übernommenen australischen Bierbrauer Foster's lief es weniger rund. Laut SABMiller ging der Bierabsatz wegen des scharfen Wettbewerbs um vier Prozent zurück. Die Briten nahmen das Foster's-Geschäft erstmals in ihre Quartalsbilanz auf. Die stagnierende Nachfrage in Industrieländern und steigende Kosten etwa für Biergerste zwingen die Brauer, sich stärker auf Schwellenländer zu konzentrieren. SABMiller ist dort präsenter als die Konkurrenz und macht auf diesen Märkten rund 70 Prozent seines Umsatzes.

Am Mittwoch hatte der weltweit drittgrößte Anbieter Heineken ein überraschend kräftiges Absatzwachstum von 4,7 Prozent bekanntgegeben. Steigende Rohstoffkosten drückten allerdings den Betriebsgewinn. Weltmarktführer Anheuser-Busch gibt am 30. April Einblick ins abgelaufene Quartal.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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