Absatzplus
VW könnte Toyota überholen

Volkswagen hat von Januar bis Mai ein Absatzplus von 14,6 Prozent eingefahren. Fast 3,4 Millionen Autos von VW, Audi, Skoda oder Seat hat der Konzern weltweit verkauft. Damit könnte VW dieses Jahr Toyota überholen.
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HamburgVolkswagen legt ein enormes Tempo vor: Von Januar bis Mai verkaufte Europas größter Autobauer weltweit knapp 3,4 Millionen Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Skoda, Seat sowie der Nutzfahrzeugsparte, 14,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Wolfsburger Konzern am Freitag mitteilte.

Hochgerechnet aufs Jahr könnte der Konzern damit in diesem Jahr erstmals über acht Millionen Fahrzeuge absetzen und würde den angeschlagenen Rivalen Toyota überholen. Der japanische Konzern wird seine Pole Position in diesem Jahr wegen der Erdbebenkatastrophe voraussichtlich abgeben müssen. VW würde um einen Platz auf Rang zwei vorrücken.

An die Spitze wird sich Analystenprognosen zufolge General Motors setzen. Der wieder erstarkte Opel-Mutterkonzern profitiert von der robusten Nachfrage auf seinem Heimatmarkt USA und seiner starken Stellung in China. Analysten rechnen damit, dass GM 2011 weltweit neun Millionen Fahrzeuge verkaufen wird. „Da kommt VW in diesem Jahr noch nicht heran“, schätzt Jürgen Pieper. Der Autoexperte des Bankhauses Metzler rechnet damit, dass VW den US-Rivalen spätestens 2014 vom Thron stoßen wird und damit vier Jahre früher als geplant zum Weltmarktführer aufrückt.

Alleine Mai steigerte sich der Wolfsburger Konzern um 17,4 Prozent auf knapp 710.000 verkaufte Wagen. Besonders hoch war das Wachstum in den ersten fünf Monaten in den USA und China mit Wachstumsraten jeweils über 18 Prozent. In Westeuropa legte VW um sechs Prozent zu, in Osteuropa sogar um 30 Prozent.

Am stärksten unter den Pkw-Marken wuchs in den ersten fünf Monaten die tschechische VW-Tochter Skoda, die weltweit 22 Prozent mehr ihrer Fahrzeugen auf die Straßen brachte. Die Kernmarke VW des Wolfsburger Konzerns verkaufte erstmals mehr als zwei Millionen Fahrzeuge, ein Anstieg um zwölf Prozent.

Die Ingolstädter Oberklassetochter Audi lieferte 18 Prozent mehr aus als vor Jahresfrist. Lediglich bei der spanischen Tochter Seat waren die Zuwächse vergleichsweise mager - plus 3,3 Prozent. Von den Stadtlieferwagen und Transportern der VW-Nutzfahrzeugsparte wurde dagegen fast ein Drittel mehr verkauft als vor einem Jahr.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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