Absatzprobleme befürchtet
Opel will Astra-Produktion herunterfahren

Opel befürchtet Absatzprobleme beim Astra und will vorsorglich die Produktion herunterfahren. Das berichtet ein Branchenblatt.

HB FRANKFURT. Der Rüsselsheimer Autobauer will dem Bericht zufolge im kommenden Jahr die Produktion seines meistverkauften Kompaktmodells Astra drosseln und damit dem erwarteten Absatzrückgang begegnen. Vom Astra und dem darauf basierenden Van Zafira sollten 2007 nur noch 690 000 Stück gebaut werden nach 750 000 im laufenden Jahr, berichtete die Branchenzeitung „Automobilwoche“ vorab. Die Produktionskapazität liege derzeit bei 900 000. Der Astra leide unter dem Erfolg des neu aufgelegten Kleinwagens Corsa, von dem 2007 rund 375 000 Stück produziert werden sollten.

Ein Opel-Sprecher wollte die Produktionsplanungen für 2007 nicht bestätigen. „Aber dass Modelle in der zweiten Hälfte des Lebenszyklus Rückgänge verzeichnen, ist nicht unüblich“, sagte er und verwies auf die jüngste Modellauffrischung des Astra. Der „Automobilwoche“ zufolge rechnet Opel auch für den Vectra mit einem Absatzrückgang auf maximal 127 000 von 144 000. Die Kapazität liege demgegenüber bei 280 000.

Den Rückgang der Astra-Produktion will Opel dem Bericht zufolge durch Freischichten auffangen. In Bochum und Antwerpen solle es an mehr als 30 Tagen „kollektive Freischichten“ geben. Die Europa-Zentrale des Mutterkonzerns General Motors erwäge zudem den Übergang zu einer 28,5-Stunden-Woche, wogegen sich aber Betriebsratschef Klaus Franz wehre. Die Entscheidung über den Produktionsstandort für die nächste Generation des Astra hatte Opel-Chef Hans Demant vor kurzem auf das zweite Halbjahr 2007 verschoben. Der größte Konkurrent Bochums ist dabei das Werk im polnischen Gleiwitz (Gliwice).

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