Absatzprobleme
Nissan will 45-Jährige in den Ruhestand schicken

Der japanische Autobauer Nissan begegnet seinen Absatzproblemen mit einer drastischen Maßnahme: Firmen-Präsident Carlos Ghosn macht 12 000 älteren Mitarbeitern den vorzeitigen Abschied aus dem Unternehmen schmackhaft. Schon 45-Jährige sind laut Ghosn reif für die Rente.

HB TOKIO. Mit dem Angebot will sich Nissan nach Informationen aus Branchenkreisen von etwa 1 500 Mitarbeitern trennen. Wer mindestens 45 Jahre alt ist und seit mindestens fünf Jahren im Unternehmnen arbeitet, komme für das Vorruhestandsprogramm infrage, teilte der Konzern am Dienstag mit. Es ist der erste Stellenabbau seit dem Antritt von Firmenchef Carlos Ghosn vor acht Jahren. Nissan beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit gut 180 000 Mitarbeiter.

Der japanische Renault-Partnerkonzern reagiert mit den Einschnitten vor allem auf den schleppenden Absatz auf dem japanischen Heimatmarkt sowie in den USA. Der Autobauer rechnet für das am 1. April begonnene Geschäftsjahr 2007/2008 damit, dass der Inlandsabsatz in etwa auf dem Vorjahresniveau von rund 740 000 Einheiten liegen wird. Zudem könnte Nissan das Ziel verfehlen, weltweit 4,2 Mill. Fahrzeuge weltweit bis März 2009 zu verkaufen und den ersten jährlichen Nettogewinnrückgang seit sieben Jahren verzeichnen.

In zwei japanischen Werken hat Nissan bereits begonnen, die Produktion zu drosseln. Im vergangenen Geschäftsjahr war Nissans Autoproduktion in Japan um 13 Prozent auf rund 1,2 Mill. Einheiten gesunken. Das Programm solle die Produktionskapazität besser mit der Nachfrage in Einklang bringen, sagte eine Nissan-Sprecherin. So solle sich nach zuletzt schwachen Jahren die Ergebnisentwicklung wieder verbessern.

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